Impfungen: der beste Schutz vor Infektionskrankheiten

Impfungen beugen Infektionskrankheiten vor. Schon seit vielen Jahren sind sie ein erfolgreicher und fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.

Manche Krankheiten treten in westlichen Ländern dank konsequenter Impfung nur noch sehr selten auf, obwohl die Erreger weit verbreitet sind. Schwere Krankheiten wie beispielsweise die Kinderlähmung (Poliomyelitis), an die sich viele ältere Menschen noch gut erinnern können, konnten durch Impfungen sogar ausgerottet werden. In anderen Ländern kommen sie jedoch noch vor und verbreiten großes Leid.

Warum impfen?

Eine Impfung wird vorbeugend durchgeführt gegen Krankheiten, die

  • sich schwer behandeln lassen
  • schwerwiegende Folgen haben können
  • wegen ihrer Ansteckungsgefahr eine Bedrohung für die Bevölkerung darstellen

Infektionskrankheiten: nicht auf die leichte Schulter nehmen

Die gängigen Impfungen gegen Infektionskrankheiten werden unterschätzt, obwohl es für die jeweiligen Krankheiten oft keine wirksame Behandlung gibt. Man muss mit Komplikationen, Folgeschäden und schwerwiegenden Verläufen rechnen.

Hinzu kommen die enorme Ansteckungsfähigkeit und schnelle Verbreitung dieser Krankheiten, wenn zu wenig Menschen geimpft sind.

Impfung und Immunität: einer für alle und alle für einen

Mit Schutzimpfungen können die größten Risiken weitestgehend vermieden werden. Systematische Schutzimpfungen schützen die Person und die Gemeinschaft. Wenn genügend Personen gegen einen Erreger geimpft sind, spricht man von der sogenannten Herdenimmunität.

Das bedeutet, dass sich der Erreger in der geimpften Gruppe nicht mehr ausbreiten kann. Herdenimmunität kann verhindern, dass Epidemien auftreten, weil auch die Personen geschützt sind, bei denen keine Impfung durchgeführt werden kann.

Schutz der Gesellschaft durch Erhalt der Immunität

Dass in Belgien viele Infektionskrankheiten verschwunden sind, liegt daran, dass sich ausreichend viele Menschen gegen diese Krankheiten haben impfen lassen. Wenn die Anzahl geimpfter Menschen sinkt, können Infektionskrankheiten, die vorher ausgerottet waren, wieder auftreten.

So kommt es beispielsweise immer wieder bei Gruppen von ungeimpften Personen zur Infektion mit Masern. Als Hauptursachen der wieder zunehmenden Verbreitung gelten vor allem Impfmüdigkeit und Fehlinformation.

Der Begriff „Impfmüdigkeit“ beschreibt das Phänomen, dass Menschen das Impfen vernachlässigen oder als überflüssig ansehen, da die entsprechenden Krankheiten nicht mehr auftreten. Allerdings ist es bei sinkender Durchimpfungsrate nur eine Frage der Zeit, bis Erkrankungen wieder aufkommen, da die allgemeine Immunität abnimmt.

Wie schützt die Impfung?

Gezielt die Abwehr stärken

Durch eine Impfung kommt der Organismus mit

  • abgetöteten (Totimpfstoff) oder
  • abgeschwächten (Lebendimpfstoff) Krankheitserregern oder
  • mit Bestandteilen von Krankheitserregern

in Kontakt, die keine Erkrankung hervorrufen können. Der Körper bildet gegen diese abgeschwächten Krankheitserreger aber Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper.

Antikörper: Schutz vor Infektionskrankheiten

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Wenn die Krankheitserreger, gegen die wir geimpft sind, später wieder in unseren Körper eindringen, können die Antikörper diese Erreger erkennen und bekämpfen, bevor wir erkranken. Dies wird als Immungedächtnis bezeichnet. 

Impfungen: bis zum Schluss dranbleiben

Gegen einige Krankheiten ist der Schutz erst nach mehreren Grundimpfungen vollständig. Somit sollte unbedingt der Impfkalender eingehalten werden.

Wenn bis zur Infektion nur ein Teil der Immunisierung durchgeführt wurde, kann es sein, dass man erkrankt, der Verlauf wird aber weniger schwerwiegend sein.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Kinderarzt.

Wiederholung ist wichtig

Damit der Impfschutz wirksam bleibt, müssen bestimmte Impfungen regelmäßig aufgefrischt werden. Dies betrifft beispielsweise die Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (alle 10 Jahre).

Wann es Zeit für eine Auffrischungsimpfung ist, können Sie im Impfkalender sehen. Auch Ihr Arzt kann Ihnen die notwendigen Informationen geben.

Der Impfpass: im Bestfall Ihr ständiger Begleiter

Im eigenen Interesse sollten alle Impfungen sorgfältig in einen Impfpass eintragen werden. Auf diese Weise können Sie oder ein Arzt jederzeit überprüfen, ob und wann eine Auffrischungsimpfung notwendig ist. 

Wer soll geimpft werden?

Jeder Mensch kann vor vermeidbaren Infektionskrankheiten geschützt werden. Daher empfiehlt die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft eine Reihe von Schutzimpfungen. Diese orientieren sich an den Empfehlungen des Belgischen Hohen Gesundheitsrates und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Der Impfkalender fasst die aktuellen Impfempfehlungen zusammen.

Spezifische Risikogruppen, Berufsgruppen oder Lebensumstände

Manche Berufe und/oder Arbeitsplätze haben ein höheres Infektionsrisiko. Mehr dazu erfahren Sie im Menüpunkt "Auf der Arbeit". Zudem machen es bestimmte Lebensumstände notwendig, den Impfstatus zu überprüfen und sich selbst oder andere durch Impfungen zu schützen (z.B. bei Kinderwunsch, chronischer Krankheit, Wechsel des Arbeitsplatzes, Reise...).

Herbstimpfungen:

Für Menschen ab 65 Jahren und bestimmte Risikogruppen wird empfohlen, bei Herbstbeginn eine Impfung gegen Grippe, Covid-19 und Pneumokokken vornehmen zu lassen.

Krankheiten, gegen die eine Impfung schützt

Derzeit wird für Menschen ab der Geburt bis zum Alter von 20 Jahren im Rahmen des Impfkalenders kostenloser Impfstoff für die Vorbeugung folgender Krankheiten angeboten:

Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Kinderlähmung ist eine epidemieartig auftretende Viruserkrankung, die eine Lähmung von Muskeln hervorruft. Bei einem Befall der Atemmuskeln kann die Krankheit tödlich verlaufen. In den anderen Fällen bleibt bei einem Kind von 10 eine dauerhafte, körperliche Behinderung zurück.

Die Impfung schützt vollständig gegen das Poliomyelitis-Virus.

Die Impfung gegen Kinderlähmung ist die einzige gesetzlich verpflichtende Impfung in Belgien.

Eine Bescheinigung, dass das Kind gegen Kinderlähmung geimpft wurde, muss spätestens am Tag, an dem das Kind 18 Monate alt ist, bei der Gemeindeverwaltung, in der die Familie wohnhaft ist, eingereicht werden.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 2, 3 und 4 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 13-15 Monaten, 5-6 Jahren
  • Der Impfstoff wird in Form eines Kombinationsimpfstoffes verabreicht, der insgesamt gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus Influenza B und Hepatitis B eingesetzt wird.

Diphtherie

Die früher als „Krupp“ bezeichnete Diphtherie ist eine schwere bakterielle Infektionskrankheit des Hals- und Nasenbereichs. Die zuständigen Bakterien scheiden einen Giftstoff aus, der die Nervenzellen befällt. Die erkrankte Person hat z.B. Schwierigkeiten zu laufen und leidet an lebensgefährlichen Erstickungsanfällen. Falls die Krankheit nicht frühzeitig erkannt wird, kann sie tödlich verlaufen.

Die Impfung schützt vollständig gegen Diphterie.

Da dieser Schutz nicht dauerhaft ist, ist nach der Grundimmunisierung alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung notwendig.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 2, 3 und 4 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 13-15 Monaten, 5-6 Jahren und 15-16 Jahren, dann alle 10 Jahre
  • Der Impfstoff wird meist in Form eines Kombinationsimpfstoffes verabreicht, der insgesamt gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Hepatitis B und invasiven Haemophilus Typ B eingesetzt wird.
  • Im 5.-6. Lebensjahr erfolgt eine Auffrischung mit einem Vierfachimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung.

Tetanus (Starrkrampf)

Wundstarrkrampf ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die auftritt, wenn eine Wunde mit dem Keim Clostridium Tetani verunreinigt wird. Diese Bakterien scheiden ein starkes Gift aus. Die Sporen der Bakterien finden sich zum Beispiel im Staub des Straßenschmutzes, in Blumen- und Gartenerde und in den Ausscheidungen von Pferden, Kühen und Schafen. Bei Erkrankung kommt es zu Krämpfen der Atemmuskulatur und zu Schling- und Schluckkrämpfen, die in der Hälfte aller Fälle zum Tode führen.

Die Impfung schützt vollständig gegen Tetanus.

Die frühzeitige Schutzimpfung und regelmäßige Auffrischungsimpfungen, auch bei Erwachsenen, sollten somit für jeden selbstverständlich sein.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 2, 3 und 4 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 13-15 Monaten, 5-6 Jahren, dann alle 10 Jahre
  • Der Impfstoff wird meist in Form eines Kombiimpfstoffes verabreicht, der gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, invasiven Haemophilus InfluenzaeTyp B, Kinderlähmung und Hepatitis B eingesetzt wird.
  • Für die Auffrischung ab dem 6. Lebensjahr wird ein Kombinationsstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung benutzt. Nach den Auffrischungsimpfungen wird eine Impfung gegen Diphterie und Tetanus alle 10 Jahre empfohlen.

Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege. Verursacht wird sie durch Bakterien, deren Übertragung per Tröpfcheninfektion (z.B. beim Husten) erfolgt. 

Säuglinge unter einem Jahr sind besonders gefährdet.

Typisch für diese Krankheit sind ein krampfartiger, hauptsächlich nachts auftretender Husten und Erstickungsanfälle. Häufige Begleiterscheinungen sind Lungenentzündung und manchmal auch Hirnhautentzündung.

Für schwangere Frauen und das direkte Umfeld des Kindes wird deshalb während der Schwangerschaft eine Impfung gegen Keuchhusten empfohlen. Der so entstehende „Nestschutz“ schützt das Kind, bis es selbst geimpft werden kann.

Die Impfung schützt vollständig gegen Keuchhusten.

Da dieser Schutz nicht dauerhaft ist, sind nach der Grundimmunisierung alle 10 Jahre Auffrischungsimpfungen nötig.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 2, 3 und 4 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 13-15 Monaten, 5-6 Jahren
  • Der Impfstoff gegen Keuchhusten wird meist in Form eines Kombiimpfstoffes verabreicht, der gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, invasiven Haemophilus InfluenzaeTyp B, Kinderlähmung und Hepatitis B eingesetzt wird. Für die Auffrischung ab dem 6. Lebensjahr wird ein Kombinationsstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung benutzt

Hepatitis B

Hepatitis B ist eine Virus-Infektionskrankheit, die zu einer chronischen Leberentzündung, zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen kann. Kinder, bei denen die Krankheit oft nicht erkannt wird, da keine Symptome auftreten, können ihr Leben lang ansteckend bleiben und Hepatitis B auf andere übertragen, z.B. über Blut, Speichel oder andere Körperflüssigkeiten. Die Krankheit kann auch von der schwangeren Frau auf ihr ungeborenes Baby übergehen.

Eine Impfung gegen Hepatitis B gewährleistet einen vollständigen und dauerhaften Schutz.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 2, 3 und 4 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 13-15 Monaten, 12-14 Jahren (2 Dosen, wenn nicht als Kleinkind geimpft)
  • Der Impfstoff kann einzeln oder als Kombinationsimpfung mit den Impfstoffen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Impfstoffen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, invasiven Haemophilus Influenzae Typ B, Kinderlähmung und Hepatitis B  für Kleinkinder verabreicht werden.
  • Die Auffrischungsimpfung erfolgt mit 13-15 Monaten. Bei Jugendlichen, die nicht in der Kindheit geimpft wurden, wird die Impfung (in 2 Dosen) im Alter von 12-14 Jahren empfohlen.

Haemophilus Influenzae B

In den Industrienationen, und insbesondere in Belgien, war Haemophilus Influenzae B bis zur Einführung der Impfung im Jahr 1998 die häufigste Ursache für eine Hirnhautentzündung bei Kindern unter 5 Jahren (6-18 Monate). Bei Kindern in diesem Alter löst die Bakterie auch andere schwere Infektionen aus wie Lungen-, Gelenk- oder Knochenentzündungen sowie Kehldeckelentzündungen. Durch konsequente Impfungen kann dies heute größtenteils vermieden werden.

Das Bakterium wird durch Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen übertragen.

Die Impfung bietet einen vollständigen und dauerhaften Schutz gegen Haemophilus Influenza Type B. 

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 2, 3 und 4 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 13-15 Monaten
  • Der Impfstoff wird meistens in Form eines Kombiimpfstoffes verabreicht, der gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, invasiven Haemophilus InfluenzaeTyp B, Kinderlähmung und Hepatitis B eingesetzt wird.

Masern

Masern sind eine ansteckende Viruserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion, d.h. durch Husten und Niesen (durch die Luft), übertragen wird. Das Risiko, dass eine Masern-Infektion zu schwerwiegenden Komplikationen führt, ist bei Kindern unter fünf Jahren und bei Erwachsenen über 20 Jahren erhöht. Durch eine vorübergehende Immunschwäche kann es nach einer Masernerkrankung zu anderen Erkrankungen wie etwa Durchfall, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und Gehirnentzündungen kommen. Als Spätfolge kann außerdem nach Jahren die sogenannte subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) auftreten, eine schwere und stets tödlich verlaufende Gehirnerkrankung.

Der Impfstoff schützt vollständig gegen Masern.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 12 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 7-9 Jahren
  • Es erfolgt eine kombinierte Impfung mit den Impfstoffen gegen Masern, Röteln und Mumps.

Mumps (Ziegenpeter)

Mumps ist eine virale Kinderkrankheit, die durch Tröpfcheninfektion, d.h. durch Husten und Niesen (durch die Luft), übertragen wird. Sie führt zu einer Entzündung der Speicheldrüsen. Das Virus kann die Bauchspeicheldrüse sowie die Hoden bei Jungen und die Eierstöcke bei Mädchen angreifen. Die Krankheit kann auch in manchen Fällen zu Hirnhautentzündung und Taubheit führen.

Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten.

Die Impfung schützt gegen diese Krankheit geimpften Personen.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 12 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 7-9 Jahren
  • Es erfolgt eine kombinierte Impfung mit den Impfstoffen gegen Masern, Röteln und Mumps.

Röteln

Röteln sind eine meist harmlose virale Kinderkrankheit mit leichtem Verlauf (Fieber und mittelstarker Hautausschlag).

Röteln werden durch Tröpfcheninfektion über Husten und Niesen (über die Luft) übertragen. In einigen Fällen kann es jedoch in der Folge zu Hirnhautentzündungen kommen. In sehr seltenen Fällen sind neurologische Störungen die Folge.

Besonders gefährdet sind nicht immune, schwangere Frauen. In den ersten Schwangerschaftswochen können Röteln zu einer Fehlgeburt führen. Wenn der Fötus überlebt, kann es zu schweren Missbildungen und Behinderungen kommen. 

Die Impfung gegen Röteln darf nicht in der Schwangerschaft durchgeführt werden. Außerdem darf die Person nach der Impfung in den kommenden 12 Wochen nicht schwanger werden.

Eine erste Impfung garantiert keinen kompletten Schutz. Deshalb ist die Auffrischung sehr wichtig, um vollständig geschützt zu sein.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 12 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 7-9 Jahren
  • Es erfolgt eine kombinierte Impfung mit den Impfstoffen gegen Masern, Röteln und Mumps.

Pneumokokken

Pneumokokken sind Bakterien und gehören zur Familie der Streptokokken. Wenn sich Pneumokokken auf den Schleimhäuten ansiedeln, kommt es bei Kindern oft zu Mittelohr- oder Bindehautentzündung. Gleichzeitig sind Pneumokokken die häufigste Ursache für akute bakterielle Hirnhautentzündungen, eine lebensgefährliche Erkrankung.

Bei älteren Menschen sind Pneumokokken oft die Ursache von Lungenentzündungen. Pneumokokken werden für gewöhnlich mit Antibiotika behandelt. Für Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen über 65 Jahre und Personen mit geschwächtem Immunsystem besteht das Risiko, schwer zu erkranken. Diesen Personen wird daher eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 2 und 4 Monaten
  • Auffrischung: im Alter von 12 Monaten
  • Die Impfung für Kinder schützt diese dauerhaft gegen die im Impfstoff enthaltenen 10 Pneumokokken-Unterarten.

Für Erwachsene gibt es eine Empfehlung zur Impfung gegen Pneumokokken für:

  • gesunde Personen im Alter von 65 Jahren oder älter
  • Personen mit einem chronischen Krankheitsverlauf
  • Personen mit Komorbiditäten

Konsultieren Sie ihren behandelnden Arzt und lassen Sie sich beraten.

Grippe

Die „echte“ Grippe wird ausschließlich durch Grippe-Viren übertragen. Diese Viren nennt man auch Influenza-Viren.

Die Grippe ist eine schwere Erkrankung, die in der Regel mit Fieber einhergeht. Der Krankheitsverlauf dauert mehrere Tage bis Wochen. Das Risiko für Komplikationen ist bei der Grippe deutlich höher als bei der Erkältung.

Jeder kann sich mit der Grippe anstecken, aber nicht bei allen verläuft die Krankheit gleich. Junge, gesunde Menschen erholen sich meistens gut von einer Erkrankung, wenn sie sich körperlich schonen. Andere Menschen können aber auch lang und schwer an der Grippe erkranken. Das Sterberisiko ist bei Menschen über 65 Jahren erhöht.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: Anfang Herbst
  • Auffrischung: jährlich im Herbst

Für die folgenden Personen wird jährlich zum Herbstbeginn eine Impfung gegen Grippe empfohlen:

  • gesunde Personen ab 65 Jahre und Personen, die mit ihnen unter demselben Dach leben
  • Personen mit einem chronischen Krankheitsverlauf
  • Personen mit Komorbiditäten
  • Bewohner von Wohn- und Pflegezentren oder anderen kollektiven Einrichtungen
  • Schwangere in Absprache mit dem Gynäkologen
     
  • Personen, die im Gesundheitswesen oder in Pflegeeinrichtungen beschäftigt sind, sei es mit oder ohne Patientenkontakt etwa
    • Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen (mit oder ohne direkten Kontakt zum Patienten), z. B.: Pflegepersonal, Ärzte, Techniker, Küche, Verwaltungspersonal …
    • Personal in Präventionsdiensten im Gesundheitsbereich, z. B.: Kaleido …
    • alle Gesundheitsfachkräfte außerhalb von Pflegeeinrichtungen und deren Mitarbeiter (Apotheke, Arztpraxis, Ärztehaus, Psychologische Praxis,…)

Konsultieren Sie ihren behandelnden Arzt und lassen Sie sich beraten..

Covid-19

Das Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht Covid-19. Die Krankheitssymptome sind vielfältig, unterschiedlich stark und variieren je nach Virusvariante. Die Symptome einer Erstinfektion sind meist stärker als bei einer wiederholten Infektion.

Eine Erkrankung kann mehrere Wochen dauern. Manche Personen haben noch Monate oder Jahre mit den Folgen einer Covid-Infektion zu kämpfen. In diesem Fall handelt es sich um eine Sonderform der Infektion, die „Long-Covid“ genannt wird.

Gefährdete Gruppen haben das Risiko, dass eine Infektion schwer verläuft und mit Komplikationen einhergeht, die oft intensivmedizinische Betreuung erforderlich machen.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: Anfang Herbst
  • Auffrischung: jährlich im Herbst

Für folgende Personengruppen wird jährlich zum Herbstbeginn eine Impfung gegen Covid-19 empfohlen:

  • gesunde Personen ab 65 Jahre und Personen, die mit ihnen unter demselben Dach leben
  • Personen mit einem chronischen Krankheitsverlauf
  • Personen mit Komorbiditäten
  • Bewohner von Wohn- und Pflegezentren oder anderen kollektiven Einrichtungen
  • Schwangere in Absprache mit dem Gynäkologen
     
  • Personen, die im Gesundheitswesen oder in Pflegeeinrichtungen beschäftigt sind, sei es mit oder ohne Patientenkontakt etwa
    • Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen (mit oder ohne direkten Kontakt zum Patienten), z. B.: Pflegepersonal, Ärzte, Techniker, Küche, Verwaltungspersonal …
    • Personal in Präventionsdiensten im Gesundheitsbereich, z. B.: Kaleido …
    • alle Gesundheitsfachkräfte außerhalb von Pflegeeinrichtungen und deren Mitarbeiter (Apotheke, Arztpraxis, Ärztehaus, Psychologische Praxis,…)

Konsultieren Sie ihren behandelnden Arzt und lassen Sie sich beraten.

Meningokokken

Meningokokken können schwere Infektionen wie Hirnhautentzündung und Blutvergiftung hervorrufen.

Eine Hirnhautentzündung ist eine Entzündung der Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben. Eine Blutvergiftung ist eine Infektion des gesamten Blutes, die tödlich sein kann oder schwere Folgeschäden verursachen kann.

Die Übertragung der Meningokokken erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit einer Person, die das Bakterium in sich trägt.

Die Impfung gewährleistet einen vollständigen Schutz gegen schwere Infektionen durch Meningokokken.

Impfung

  • Impfzeitpunkt: im Alter von 13-15 Monaten oder 15-16 Jahren
  • Auffrischung: /

Human Papilloma Virus (HPV)

Human Papillomaviren sind sexuell übertragbare Viren, die weltweit sowohl bei Frauen als auch bei Männern auftreten. Bisher konnten über 200 verschiedene HPV-Genotypen identifiziert werden. Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch und die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich mindestens einmal im Leben.

Die Viren sind verantwortlich für Genitalwarzen (auch Feigwarzen oder Kondylome genannt) und können unterschiedliche bösartige Tumore hervorrufen wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs, aber auch Anal-, Vulva-, Penis- oder Mund-Rachen-Tumore. Der häufigste HPV-induzierte Tumor ist der Gebärmutterhalstumor.

Impfung

Die beste Maßnahme gegen HPV-Infektionen ist eine Schutzimpfung. HPV-Impfstoffe schützen zu fast 100 % vor einer Infektion.

Die Impfung sollte vorzugsweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr stattfinden. Aus diesem Grund wird sie Mädchen und Jungen im Alter zwischen 9-13 Jahren angeraten. In dieser Altersgruppe handelt es sich um eine Zweifachimpfung. 

In Ostbelgien bietet Kaleido diese Impfung kostenlos im ersten Mittelschuljahr an. Die Hausärzte und Gynäkologen impfen ebenfalls gegen den Human Papillomavirus.

Nähere Informationen finden Sie im weiterführenden Link und erhalten Sie bei Kaleido, Ihrem Hausarzt oder Gynäkologen.