Antimikrobielle Resistenzen können sich auf verschiedenen Wegen ausbreiten – zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt.
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Ein häufiger Übertragungsweg ist der direkte Kontakt von Mensch zu Mensch, zum Beispiel über die Hände oder durch Tröpfchen beim Husten und Niesen. Besonders in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, wo viele Antibiotika eingesetzt werden und Patientinnen und Patienten oft geschwächt sind, können sich resistente Bakterien leicht verbreiten.
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Auch über Lebensmittel gelangen resistente Keime zum Menschen. Tiere, die mit Antibiotika behandelt wurden, können resistente Bakterien in sich tragen. Wenn Fleisch, Milch oder Eier nicht ausreichend erhitzt oder hygienisch verarbeitet werden, besteht die Gefahr einer Übertragung auf den Menschen.
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Ein weiterer Weg führt über die Umwelt. Rückstände von Antibiotika und resistente Bakterien gelangen durch Abwässer aus Kliniken, Haushalten oder landwirtschaftlichen Betrieben in Böden und Gewässer. Dort können sich die Resistenzen unter natürlichen Bakterien weiterverbreiten.
Besonders problematisch ist, dass Bakterien ihre Resistenzgene untereinander austauschen können – auch über Artgrenzen hinweg. So entstehen im Laufe der Zeit Bakterien, die gegen mehrere Antibiotika unempfindlich sind.
Da Menschen, Tiere und Umwelt eng miteinander verbunden sind, spricht man von einem sogenannten „One Health“-Ansatz. Was in einem Bereich passiert, hat Auswirkungen auf alle anderen. Durch Reisen, Handel und Globalisierung können resistente Keime zudem weltweit verbreitet werden – oft unbemerkt.