Wichtig ist, dass Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstadien früh entdeckt werden können, bevor Sie selbst etwas davon merken. Durch die Behandlung der Vorstadien kann verhindert werden, dass Sie Krebs bekommen.
Zudem können die Heilungschancen bei einem Tumor besser sein, wenn er früher entdeckt wird. Es lassen sich oft belastende Behandlungen vermeiden und das Risiko sinkt deutlich, an Gebärmutterhalskrebs zu sterben.
Untersuchungen haben ihre Grenzen
Keine einzige Untersuchung bietet jedoch vollständige Sicherheit. Deshalb ist es wichtig, sich direkt an Ihre Arztpraxis (Gynäkologie oder Allgemeinmedizin) zu wenden, wenn Veränderungen wie ungewöhnliche Blutungen oder andere Beschwerden auftreten - auch wenn ein Abstrich in der vorgegebenen Zeitspanne erfolgt ist.
Der Pap-Abstrich und der HPV-Test sind zwar aktuell die besten Untersuchungen, um Vorstufen rechtzeitig zu entdecken – sie haben jedoch ihre Grenzen. Wer sie regelmäßig machen lässt, muss damit rechnen, mindestens einmal im Leben einen auffälligen Befund zu erhalten – ohne dass sich dahinter etwas Ernsthaftes verbirgt.
Es ist möglich, dass Zellveränderungen (Dysplasien) entdeckt werden, die nie gefährlich geworden wären, denn manchmal räumt der Körper abweichende Zellen selbst auf. Weil der Arzt dies nicht vorhersagen kann, wird das Vorstadium sicherheitshalber doch behandelt. In diesem Fall war die Behandlung also nicht erforderlich und Sie wurden umsonst beunruhigt.
Solche sogenannten „Überbehandlungen“ gehören zur Früherkennung dazu. Denn es lässt sich nicht prognostizieren, aus welchen Dysplasien sich Krebs entwickelt und aus welchen nicht.