Beratungsstellen bei Diskriminierung

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens setzt sich aktiv für Chancengleichheit und Gleichstellung ein. In diesem Rahmen arbeitet sie mit verschiedenen Partnerorganisationen zusammen – darunter Unia, das Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die VoG Prisma. Diese Organisationen leisten einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Diskriminierung und zur Förderung einer inklusiven Gesellschaft.

Unia – Für eine offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft

Unia ist eine unabhängige öffentliche Einrichtung, die Gleichbehandlung fördert und Diskriminierung bekämpft. Ihre Aufgaben umfassen

  • Beratung und Unterstützung für Betroffene
  • Sensibilisierungskampagnen
  • Entwicklung von Strategien, um Diskriminierung in verschiedenen Lebensbereichen zu verhindern

Unia arbeitet daran, Diskriminierung aufgrund von folgenden Merkmalen zu bekämpfen:

  • Herkunft
  • Hautfarbe
  • Glaube oder Weltanschauung
  • Gesundheitszustand
  • Politische Überzeugung
  • Alter
  • Behinderung
  • Geburt
  • Körperliche oder genetische Merkmale
  • Gewerkschaftliche Überzeugung
  • Sexuelle Orientierung

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft setzt sich Unia aktiv dafür ein, das Bewusstsein für Gleichstellung und Vielfalt zu stärken. Das Ziel ist, eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen gleiche Chancen haben, unabhängig von ihrer Herkunft oder Identität.

Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Das Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern setzt sich dafür ein, geschlechtsspezifische Diskriminierungen abzubauen und die Gleichstellung der Geschlechter in allen Lebensbereichen zu fördern, sei es im Beruf, im Bildungswesen oder im privaten Umfeld.

Zusammenarbeit mit Prisma

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist Prisma die erste Empfangsstelle für alle geschlechtsspezifischen oder artverwandten Diskriminierungen, sowie Gender- und Transgender-Themen. Das Zentrum registriert alle eingehenden Anfragen und leitet sie nach einer ersten Einschätzung an das Institut für Gleichheit zwischen Frauen und Männern weiter. Hierzu legt Prisma bei Bedarf eine Akte mit den erforderlichen Dokumenten an.

Weitere Aufgaben

Das Institut für Gleichstellung unterstützt darüber hinaus Initiativen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die Frauen und Männer gleiche Chancen bieten. Es fördert die Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Themen und setzt sich für eine gerechte Verteilung von Rollen und Verantwortlichkeiten ein.

Prisma - Zentrum für Beratung, Opferschutz und sexuelle Gesundheit

Prisma ist Ihre Beratungsstelle bei Erfahrungen mit geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung. Alle Menschen ungeachtet ihrer Geschlechtsidentität, Herkunft oder Religion können sich an Prisma wenden. Dabei setzt sich das Zentrum insbesondere gegen Gewalt an Frauen ein mit dem Frauenfluchthaus als spezifisches Schutzangebot für Betroffene. Alle Angebote von Prisma zielen darauf ab, dass Sie als Ratsuchende ein selbstbestimmtes, gewaltfreies und eigenverantwortliches Leben führen können.

Angebote

  1. Häusliche und sexuelle Gewalt
  • Schutz und Unterkunft für Frauen und Kinder im Frauenfluchthaus
  • Traumatherapie
  • Psychosoziale, juristische und administrative Begleitung
  1. Trennung und Scheidung: Psychosoziale, juristische und administrative Begleitung
  2. geschlechtsspezifische Diskriminierung
  • Erstberatung
  • Unterstützung beim Einreichen von Beschwerden
  • Weiterleitung ans Institut für Gleichstellung zwischen Frauen und Männern
  1. Sexualität und Geschlechtsidentität
  • Beratung bei ungewollter Schwangerschaft und Durchführung von Abbrüchen
  • sexualmedizinische Beratung
  • Sexualberatung
  • Psychosoziale Beratung
  • Offener Treffpunkt für Trans- und intergeschlechtliche Personen

Wie läuft die Beratung ab?

Sie können sich telefonisch, per E-Mail oder persönlich an Prisma wenden, um einen Termin zu vereinbaren. Im Gespräch werden die individuellen Anliegen besprochen. Dabei entwickelt das Team mit Ihnen gemeinsam passende Lösungswege und vermittelt bei Bedarf an weiterführende Hilfsangebote.

Die Beratung bei Prisma verläuft streng vertraulich. Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht. Für alle Angebote wird ein einkommensabhängiger Kostenbeitrag erhoben. Für Opfer von aktenkundig gemachten Straftaten gelten andere Modalitäten für die Kostenbeteiligung.