Beträge

Wie hoch ist das Pflegegeld?

Pflegegeldkategorie

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Basispflegegeld (2024) 45,00 EUR 152,00 EUR 190,00 EUR 268,00 EUR
Sozialzuschlag (2024) 30,00 EUR 102,00 EUR 127,00 EUR 179,00 EUR
Total (2024) 75,00 EUR 254,00 EUR 317,00 EUR 447,00 EUR

Das Ministerium zahlt diese Beträge monatlich aus.

Gibt es einen Höchstbetrag?

Ja, pro Kategorie gibt es einen Höchstbetrag, da sich das Pflegegeld aus zwei Elementen zusammensetzt:

  • dem Basispflegegeld
  • dem Sozialzuschlag

Es ist maximal ein monatliches Pflegegeld in Höhe von 447 Euro möglich.

Erhalten Seniorinnen und Senioren aus sozialschwächeren Verhältnissen zusätzliche Unterstützung?

Das neue System unterstützt einkommensschwache Personen stärker. Denn zusätzlich zu dem Basispflegegeld ist es möglich, einen Sozialzuschlag zu erhalten. Darauf haben Sie Anrecht, wenn Sie dem sogenannten EKE-Statut, also der erhöhten Kostenrückerstattung seitens der Krankenkasse, unterliegen.

Was ist der Sozialzuschlag und wann habe ich Anrecht darauf?

Der Sozialzuschlag ist ein Zusatzbetrag, den einkommensschwächere Seniorinnen und Senioren zuzüglich zum Basispflegegeld erhalten können. Dieser Zuschlag ist an die sogenannte erhöhte Kostenrückerstattung gekoppelt, die seitens der Krankenkasse gewährt wird.

Der Sozialzuschlag wird Ihnen automatisch mit dem Basispflegegeld überwiesen.

Was ist mit dem Begriff „EKE“ gemeint?

Damit zahlt man weniger für Gesundheitsleistungen wie etwa für Arzttermine oder Medikamente. Gewisse Personen haben automatisch durch ihre Situation Anrecht darauf. Bei anderen hängt es von den Haushaltseinkünften ab.

Um zu prüfen, ob Sie Anrecht auf den EKE-Status haben, können Sie sich an Ihre Krankenkasse wenden.

Wie wird mir das Pflegegeld ausgezahlt?

Das Ministerium überweist das Pflegegeld auf Ihr Bankkonto. Dieses muss auf Ihren Namen laufen, da Sie der Empfänger sind.

Wann wird das Pflegegeld ausgezahlt?

Das Ministerium zahlt das Pflegegeld jeden Monat am 20. aus.

Wie lange beziehe ich das Pflegegeld?

Ihr Recht auf das Pflegegeld endet im Folgemonat, nachdem Sie die jeweiligen Bedingungen nicht mehr erfüllen (z.B. Umzug in einen anderen Teilstaat oder Todesfall).

Wird das Pflegegeld besteuert?

Nein, beim Pflegegeld handelt es sich um eine steuerfreie staatliche Sozialleistung.

Wird das neue Pflegegeld indexiert?

Ja, die Beträge werden ab Januar 2023 an die jährliche Entwicklung des Gesundheitsindexes angepasst. Steigen die Gesundheitskosten, erhöht sich auch das Pflegegeld.

Achtung: Dies gilt NICHT für die alten, festgehaltenen Beträge von Dezember 2022.

Wird mein eingefrorener Betrag von Dezember 2022 indexiert?

Die alten Beträge sind festgehalten und werden nicht mehr indexiert. Die neuen Beträge dagegen werden ab Januar 2023 jährlich an den Gesundheitsindex angepasst.

So kann es vorkommen, dass die „alten“ eingefrorenen Beträge zum 31. Dezember 2022 zwar vorteilhafter sind, die neuen Beträge mit der Zeit vorteilhafter werden. Ab diesem Moment erhalten Sie automatisch den neuen Betrag, wenn ein gültiger BelRAI-Screener vorliegt.

Diese Berechnung nimmt das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft bei allen betroffenen Senioren monatlich vor und erfolgt automatisch.

Warum gibt es im neuen Pflegegeld-System der Deutschsprachige Gemeinschaft keine Einkommensprüfung mehr?

Das neue Pflegegeld bezieht sich auf den tatsächlichen Bedarf an Unterstützung und ist dadurch gerechter.

Eine indirekte Einkommensprüfung gibt es durch den Sozialzuschlag noch immer. Senioren mit einem niedrigen Einkommen unterstützt das neue Pflegegeldsystem weiterhin besser.

Schafft man einen Unterschied zwischen arm und reich, wenn man die Einkommensprüfung abschafft?

Nein, es entsteht kein prägnanter Unterschied. Das Pflegegeld setzt sich aus zwei Komponenten – dem Basispflegegeld und dem Sozialzuschlag – zusammen. Durch den Sozialzuschlag erfahren einkommensschwächere Senioren eine weitere spürbare Unterstützung.

Andere Leistungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wie etwa die häusliche Hilfe - haben einkommensabhängige Beträge. So erhalten Personen mit niedrigem Einkommen weiterhin von mehreren Seiten Hilfe. Senioren, die dem EKE-Statut unterliegen, haben weitere Vorteile beispielsweise ermäßigte Arztbesuche oder Medikamenteneinkäufe, einen Sozialtarif für Strom und Gas, usw.

Wenn ich im alten BUB-System bleibe, verliere ich dann automatisch meinen EKE-Status, wenn das neue System für mich vorteilhafter ist, oder müsste dann die Krankenkasse eine neue Einkommensprüfung durchführen?

Wenn Sie bereits eine Beihilfe zur Unterstützung für Betagte (BUB), also Januar 2023, erhalten, verlängert sich Ihr abgeleitetes Recht des EKE-Status für die Jahre 2023 und 2024. Somit prüft die Krankenkasse erst ab 2025 Ihr Haushaltseinkommen.

Es kann also sein, dass Sie 2025 den EKE-Status verlieren. Gleichzeitig erhalten Sie mindestens den festgefrorenen Betrag von Dezember 2022. So wird sichergestellt, dass Sie durch die Kompetenzübertragung keinen finanziellen Verlust erfahren.

Was geschieht mit meinem Pflegegeld, wenn ich sterbe? Wird es zu Teilrückforderungen kommen?

Wenn Sie Anrecht auf Pflegegeld haben und sterben, erlischt Ihr Anrecht im Folgemonat Ihres Todes. So entstehen keine Rückforderungen für Ihre Nächsten.

Wenn vor Ihrem Tod Schulden bestanden durch zu Unrecht ausgezahltes Pflegegeld, sieht das Ministerium von einer Rückforderung ab.