Was passiert in meiner Gemeinde?

Amel

Laufende Projekte

Machbarkeitsstudie

Erneuerbare Energie statt alter Ölheizkessel?

Die Gemeinde führt eine Studie zur Erneuerung des Heizsystems im Gemeindehaus durch. Indem der genaue Energiebedarf des Gebäudes und der einzelnen Büros ermittelt wird, werden Einsparpotenziale festgestellt. Darüber hinaus soll geprüft werden, welche erneuerbare Energiequelle den alten Ölheizkessel ersetzen kann.

Maßnahmen zur Energieeinsparung

Satellitengestützte Lecksuche

Lecks in Trinkwasserverteilungsnetzen führen regelmäßig zu Wasserverlusten. Sie aufzuspüren, ist schwierig und ineffizient. Daher führen die sechs Gemeinden Amel, Büllingen, Burg-Reuland, Bütgenbach, Kelmis und St. Vith ein gemeinsames Pilotprojekt zum satellitengestützten Auffinden von Leitungslecks durch. Dabei werden Aufnahmen von Satellitenmessdaten in Kombination mit der geografischen Lage der Wasserleitungen genutzt, um in ihrer Nähe den Grad der Bodenfeuchtigkeit zu ermitteln.
Die satellitengestützte Lecksuche schafft Einsparungen auf zwei Ebenen:

  • Der kommunale Wasserdienst kann die Daten nutzen, um die zeitintensive Suche nach Wasserlecks effizienter zu organisieren.
  • Der Wasserverlust wird reduziert.

Abgeschlossene Projekte

Sensibilisierungsprojekte

Energie-ID in Schulen

Schulkinder wurden für energiesparendes Verhalten sensibilisiert. Dafür wurden die Energie- und Wasserverbräuche in neunzehn teilnehmenden Schulen gemessen und überwacht. So konnten die Schüler unnötige Energieverbräuche identifizieren.

Energieeinsparung in der Schule Meyerode

Oberstufenschüler (5. und 6. Schuljahr) wurden für energiesparendes Verhalten sensibilisiert:  Dazu fanden verschiedene Animationen statt, wie zum Beispiel eine Besichtigung des Windparks in Weismes oder einer begleiteten Bestandsaufnahme der Energienutzung in der Schule.

Machbarkeitsstudien

Energieeinsparung im Nahwärmenetz möglich?

Die Gemeinde führte eine Folgestudie zur weiteren Energieeinsparung des Nahwärmenetzes Bauhof durch (siehe bereits abgeschlossenes Pilotprojekt zur Optimierung des Nahwärmenetzes). Neben der Berechnung der Größe und Rentabilität einer Solarthermie-Anlage wurde das Potenzial einer Einspeisung der aus ihr gewonnenen Energie in das bestehende Nahwärmenetz analysiert.

Die Studie kam zu einem positiven Ergebnis. Im November 2025 hat die Gemeinde das Projekt zum Umbau des Nahwärmenetzes beim Ministerium eingereicht. 2026 soll mit den Arbeiten (Umbau der Heizzentrale, hydraulischer Abgleich (Gebäudeleittechnik) begonnen werden.

Nach Inbetriebnahme des umgebauten Nahwärmenetzes im Jahr 2027 soll anhand der Daten der Gebäudeleittechnik das Lastenheft zur solarthermischen Anlage finalisiert und veröffentlicht und der Auftrag zum Bau der solarthermischen Anlage vergeben werden.

Welche Energieträger können dreizehn Gebäude mit Wärme versorgen?

In einer Studie wurde untersucht, ob dreizehn öffentliche Gebäude zentral, dezentral oder in einer Kombination beider Möglichkeiten effizient beheizt werden können. Das Resultat war, dass 13 Gebäude zu wenige Wärmeabnehmer für ein wirtschaftlich rentables Nahwärmenetz sind.

Optimierung des bestehenden Nahwärmenetzes

Ein Nahwärmenetz ist ein System zur zentralen Wärmeversorgung mehrerer, lokal gebündelter Gebäude über ein isoliertes Rohrleitungsnetz. Es besteht aus einer Heizzentrale, die die Wärme erzeugt, und einer Hausübergabestation, die diese Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizungssystem des jeweils einzelnen Hauses weitergibt. Die Wärme wird über kurze Distanzen transportiert, was Nahwärmenetze umweltfreundlicher macht, da oft erneuerbare Energien oder Abwärme genutzt und eigene Heizkessel überflüssig werden.

An das Ameler Nahwärmenetz sind der Bauhof, der Wasserdienst, die Kreativa VoG, das Rote Kreuz, das ÖSHZ, zwei Sozialwohnungen und die Feuerwehr angeschlossen. Die Studie untersuchte die Frage „Kann das Netz optimiert werden, um bis zu 20% Energie einzusparen?“ Das Ergebnis beinhaltete die Empfehlung, dass die Installation einer Solarthermie-Anlage zu weiteren erheblichen Einsparungen führen würde.

Investitionsprojekte

Digitale Zähler identifizieren Energieverluste

Die Gemeinde hat in 17 Liegenschaften digitale Zähler zur automatischen Messung des Strom- und Wärmeverbrauchs installiert, um Energieverluste besser identifizieren zu können.

Die digitalen Zähler messen folgende Energiedaten:

  • Stromverbrauch
  • Produktion von grünem Strom
  • Netzeinspeisung von grünem Strom
  • Verbrauch von Brennstoffen (Heizöl, Pellets) zur Beheizung der Gebäude

Energiespar-Beleuchtung in Meyerode

In der Grievengasse wurden auf einem zentralen Fußgängerweg, der bislang über keine Beleuchtung verfügt, zwei Lichtmasten installiert. Die Lichtmasten verfügen über Sensoren, durch die die Lampen sich nur dann anschalten, wenn eine Person den Weg nutzt.

Mobile Solarladestation auf dem Marktplatz

Die mobile Solarladestation kann sowohl für E-Bikes als auch für Smartphones genutzt werden.

Batteriespeicher am touristischen Infopunkt in Montenau

Am Ravel-Radweg wurde der touristische Infopunkt mit einem Batteriespeicher ausgestattet, um den überschüssigen Strom einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage), die sich auf dem Dach befindet, zu speichern und später zu nutzen. Das Ziel: das Gebäude in ein Vorzeigemodell umzubauen, indem ein Großteil der Energie vor Ort durch eine PV-Anlage erzeugt und die überschüssige Energie in Batterien zwischengelagert wird. Der Fortschritt ist noch schwer abzuschätzen, da die Anlage erst kürzlich installiert wurde.