Was passiert in meiner Gemeinde?

Bütgenbach

Laufende Projekte

Machbarkeitsstudie

Neuer Stromvertrag für öffentliche Infrastrukturen

Die Gemeinde Bütgenbach wird im Rahmen dieses Projektes eine Ausschreibung für ihren Stromeinkauf ab 2028 vorbereiten. Bisher hat die Gemeinde den Strom für ihre öffentliche Infrastruktur, wie beispielsweise Liegenschaften, Straßenbeleuchtung oder Pumpwerke, über die Provinz Lüttich bezogen. Ende 2027 läuft diese Zusammenarbeit aus.

Der künftige Stromvertrag soll gezielt den regionalen Ausbau erneuerbarer Energien und die lokale Wertschöpfung stärken. Daher muss der bezogene Strom zu 100 Prozent grün und vollständig durch wallonische Herkunftsgarantien aus regionalen Erzeugungsanlagen gedeckt sein. Zudem sollen die Gewinne des zukünftigen Stromlieferanten in die nachhaltige Energieerzeugung vor Ort reinvestiert werden und idealerweise den Bürgern zugutekommen. Daher strebt die Gemeinde an, den Erwerb von nachhaltigem Strom, wenn möglich, in Zusammenarbeit mit Bürgergenossenschaften zu beziehen.

Maßnahmen zur Energieeinsparung

Energieaudits in öffentlichen Gebäuden

In der Gemeinde verfügen das Pfarr- und Begegnungszentrum in Bütgenbach und das „Haus der Begegnung“ in Nidrum über alte Ölheizungen und ein hohes energetisches Sanierungspotenzial. Aufgrund des unzureichenden Raumklimas und der hohen Energiekosten möchte die Gemeinde für beide Gebäude ein Energieaudit mit anschließender Machbarkeitsstudie durchführen. Dabei werden der Energieverbrauch, energetische Schwachstellen und technische Anlagen analysiert sowie mögliche Sanierungsmaßnahmen hinsichtlich Investitionskosten, Energieeinsparungen, Wirtschaftlichkeit und Amortisationszeit bewertet.

Satellitengestütze Lecksuche

Lecks in Trinkwasserverteilungsnetzen führen regelmäßig zu Wasserverlusten. Sie aufzuspüren, ist schwierig und ineffizient. Daher führen die sechs Gemeinden Amel, Büllingen, Burg-Reuland, Bütgenbach, Kelmis und St. Vith ein gemeinsames Pilotprojekt zum satellitengestützten Auffinden von Leitungslecks durch. Dabei werden Aufnahmen von Satellitenmessdaten in Kombination mit der geografischen Lage der Wasserleitungen genutzt, um in ihrer Nähe den Grad der Bodenfeuchtigkeit zu ermitteln.
Die satellitengestützte Lecksuche schafft Einsparungen auf zwei Ebenen:

  • Der kommunale Wasserdienst kann die Daten nutzen, um die zeitintensive Suche nach Wasserlecks effizienter zu organisieren.
  • Der Wasserverlust wird reduziert.

Analyse zur Energieeffizienz von Schulen in Elsenborn, Bütgenbach und Weywertz

Die Gemeinde möchte im Sanierungsprojekt der drei Gemeindeschulen Elsenborn, Bütgenbach und Weywertz und der Sportschulhalle Elsenborn Änderungen im Hinblick auf deren Energieeffizienz überprüfen. Dafür wird die Gemeinde auch Smartmeter zur automatischen Messung der Energieverbräuche einsetzen, die einen Vorher-Nachher-Vergleich ermöglichen.

Investitionsprojekte

Batteriespeicher

Die Gemeinde Bütgenbach wird einen Batteriespeicher zur Stromspeicherung an ihrer Trinkwasseraufbereitungsanlage in Elsenborn installieren. Die Anlage verfügt zwar über eine Photovoltaikanlage, die Strom für den Dauerbetrieb der Pumpen und anderer Verbraucher der Anlage zur Verfügung stellt. Da die Anlage im Sommer zeitweise mehr Strom produziert als benötigt wird, wird der überschüssige Strom bislang ins öffentliche Netz eingespeist. Mit dem Batteriespeicher soll der überschüssige Solarstrom zwischengespeichert und bei geringer PV-Produktion für den Betrieb der Pumpen genutzt werden. Dies erhöht den Eigenverbrauch, senkt Stromkosten und entlastet das Stromnetz. 

Abgeschlossene Projekte

Sensibilisierungsprojekt

Energie-ID

Schulkinder wurden für energiesparendes Verhalten sensibilisiert. Dafür wurden die Energie- und Wasserverbräuche in neunzehn teilnehmenden Schulen gemessen und überwacht. So konnten die Schüler unnötige Energieverbräuche identifizieren.

Machbarkeitsstudie

Welcher Energieträger ist am besten?

Die Gemeinde wollte herausfinden, welcher Energieträger am besten für eine optimale und nachhaltige Beheizung von drei öffentlichen Gebäuden geeignet ist. Das Ergebnis war negativ, das angedachte Nahwärmenetz ist nicht tragbar. Ein Nahwärmenetz ist ein System zur zentralen Wärmeversorgung mehrerer, lokal gebündelter Gebäude über ein isoliertes Rohrleitungsnetz.

Investitionsprojekte

Batteriespeicher im Schlangenvenn

Die Gemeinde hat einen Batteriespeicher zur Stromspeicherung errichtet. Im Schlangenvenn sammelt ein Pumpwerk Rohwasser für die Trinkwasserversorgung und pumpt es zur Trinkwasseraufbereitungsanlage nach Elsenborn. Mithilfe einer kürzlich installierten Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) wird tagsüber Strom für den Betrieb der Anlage erzeugt. Da die Anlage nachts keinen Strom produziert, die Pumpen aber rund um die Uhr laufen, musste bislang nachts und an sonnenarmen Tagen Strom aus dem öffentlichen Stromnetz zum Betrieb der Pumpen herangezogen werden. Um den Anteil des Strombedarfs aus dem öffentlichen Stromnetz noch weiter zu senken, wurde als Pilotprojekt ein Batteriespeicher installiert, um den überschüssigen Strom der PV-Anlage zu speichern und ihn zu einem späteren Zeitpunkt, zum Beispiel nachts, zum Betrieb der Pumpen zu nutzen. Die Stromeinsparung durch den Batteriespeicher wird auf etwa 25.200 kWh pro Jahr geschätzt.
Der Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms, senkt die Stromkosten, steigert die Unabhängigkeit vom Energieversorger und trägt zur Netzstabilisierung bei.

Batteriespeicher im Gemeindehaus

Auf dem Dach des Gemeindehauses wurde eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) installiert. Die Gemeinde hat im Rahmen des Pilotprojekts einen Batteriespeicher errichtet, um den überschüssigen Strom der PV-Anlage zu speichern und ihn zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen.