Was passiert in meiner Gemeinde?
Eupen
Laufende Projekte
Machbarkeitsstudien
Energiegemeinschaft von 70 Gebäuden machbar?
Mit einer Machbarkeitsstudie soll die Umsetzung einer Energiegemeinschaft von rund 70 öffentlichen Gebäuden untersucht und vorbereitet werden. Dabei sollen insbesondere diverse rechtliche, ökonomische und ökologische Fragen geklärt werden, zum Beispiel in Bezug auf die Rechtsform der Energiegemeinschaft, die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens und die CO2-Einsparung.
Wärmekonzept machbar und wirtschaftlich?
Eine Studie zur Nutzung von Nahwärme im Stadtgebiet wird durchgeführt. Ziele sind die Prüfung der Verlegung von Leitungen im Straßenbereich sowie die Absprache mit dem Kabelwerk zur Verwendung von Abwärme. Zusätzlich soll die Studie untersuchen, ob und wie das dargestellte Wärmekonzept wirtschaftlich realisierbar ist, falls eine Nutzung der Abwärme des Kabelwerks nicht möglich ist.
Investitionsprojekte
Digitales Monitoring des städtischen Energieverbrauchs
In einer zweiten Projektphase wird die Stadt Eupen zur Messung des Strom-, Wärme und Wasserverbrauchs digitale Zähler in 56 Gebäuden bzw. Infrastrukturen installieren, um Energieverluste besser identifizieren zu können. Somit würden knapp 90 Prozent des Gebäudebestands und nahezu die gesamte Energieverbrauchsstruktur der Stadt Eupen mit digitalem Monitoring ausgestattet sein.
Anpassung an den Klimawandel
Die Stadt Eupen wird eine Investition zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels durchführen. Infolge des Hochwassers von 2021 wurden die an der Hill liegenden städtischen Gebäude des LAGO Wetzlarbads und des Tennisgebäudes KTC stark beschädigt. Um beide Gebäude vor einem erneuten Hochwasser der Hill zu schützen, soll im Rahmen des Projekts Material zur Sicherung von Türen und Toren der Gebäude angeschafft werden, wie zum Beispiel mobile Pumpen oder Schlauchwälle.
Wärmepumpe im Gesundheitszentrum als Pilotstudie
Es soll eine Luft-Wasser-Hochtemperatur-Wärmepumpe im Gesundheitszentrum (Altbau) installiert werden. Die Wärmepumpe soll die Gasheizung ersetzen und mit natürlichen Kältemitteln betrieben werden, wie beispielsweise Propan. Diese Propan-Wärmepumpen sind umweltfreundlicher als herkömmliche Wärmepumpen und schaffen Vorlauftemperaturen von 75 °C, passend für Altbauten mit hohem Temperaturniveau. Mit dem Pilotprojekt will die Stadt Eupen Erkenntnisse über die Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit eines Heizungsanlagenkonzepts mit der Nutzung nur einer Wärmequelle gewinnen. Idealerweise sind die Erkenntnisse dieser Pilotstudie auf andere ähnliche Gebäude übertragbar.
Fernüberwachung ergänzt digitale Zähler
Eine Fernüberwachung von Gas- und Heizungsanlagen in 36 städtischen Gebäuden wird installiert. Diese Überwachung ergänzt die digitalen Gaszähler und bietet den Vorteil, aktuelle Betriebsdaten wie Laufzeiten und Vorlauftemperaturen ständig aus der Ferne beobachten zu können. Auch nach dem Austausch der Heizungsanlage, etwa durch eine Wärmepumpe, kann das System weiter betrieben werden.
Solarsitzbänke mit Auflademöglichkeit für E-Bikes und Handys
Am Eupener Scheiblerplatz sowie im Klinkeshöfchen und am Stadthaus/alten Rathaus werden Solarsitzbänke aufgestellt. An diesen Bänken können E-Bikes und Handys aufgeladen werden. Die Photovoltaik-Module in der Bank wandeln die Sonnenstrahlen in Strom um. Auch für dunkle Tage verfügen sie über eine kleine Stromspeichereinheit.
Abgeschlossene Projekte
Machbarkeitsstudien
Digitales Monitoring von Energieverlusten
Anhand von Luftaufnahmen sollte die Temperatur bzw. die Temperaturdifferenz der Dachflächen ermitteln werden. Unzureichend isolierte Gebäude können so mithilfe eines Webtools identifiziert werden und sollen im Bestfall den Eigentümer zu Sanierungsmaßnahmen animieren. Die Ergebnisse der Luftaufnahmen sind für die Teilnehmer des Pilotprojekts einsehbar. Interessierte Bürger können sich an die Energieberatungsstelle wenden für die weitere Sanierungsberatung.
Abwasserwärme aus Kanal nutzbar?
Bei einem weiteren Projekt sollte eine Potenzialstudie herausfinden, ob die Abwasserwärme des Kanals am Rotenbergplatz geeignet ist, um die Veranstaltungsgebäude des Alten Schlachthofs zu beheizen. Das Ergebnis der Studie: „Die technische Machbarkeit einer Wärmeversorgungsanlage für den alten Schlachthof, basierend auf der Nutzung von Abwasserwärme am Rotenbergplatz als Wärmequelle für Wärmepumpen wurde nachgewiesen. Allerdings sind die prognostizierten Kosten für eine solche Anlage so hoch, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nur zur Beheizung des alten Schlachthofs nicht zu erwarten ist. Durch die Anbindung weiterer Gebäude oder Systeme wäre jedoch ein wirtschaftlicher Betrieb vorstellbar“.
Investitionsprojekte
Fahrradparkplätze
Es wurden drei verschiedene Bedarfe in der Stadt Eupen identifiziert:
- Der tägliche Bahnpendler
- Der langfristige Anwohner
- Der kurzfristige Besucher
Für den täglichen Bahnpendler sollte es sich um eine sichere und im Voraus buchbare Möglichkeit in direkter Bahnhofsnähe handeln. Es wurden sechs individuelle, abschließbare Radboxen am Bahnhof errichtet.
Für langfristige Anwohner wurde eine dauerhaft mietbare, garagenähnliche Abstelllösung mit möglichst geringem Platzbedarf als zielführend erachtet, die flexibel in dichten Stadt- und Wohnvierteln mit hohem Appartementanteil einsetzbar ist. Insgesamt sind sieben Viertelgaragen vorgesehen. Fünf Anlagen wurden im Laufe des Jahres 2025 aufgestellt und zum 1. Oktober 2025 in Betrieb genommen. Die beiden weiteren Viertelgaragen im Schilsweg und in der Hostert werden aufgstellt, sobald die Straßenarbeiten dort abgeschlossen sind.
Für kurzfristige Besucher ist eine unkomplizierte und schnell verfügbare Abstellmöglichkeit erforderlich, die es ermöglicht, Fahrräder während kurzer Besorgungen oder Behördengänge in einem witterungsgeschützten Umfeld sicher abzustellen. Die Gemeinde hat sechs dieser Fahrradüberdachungen im Stadtgebiet errichtet.
Monitoring der höchsten Energieverbräuche
In einer ersten Projektphase wurden zwecks eines Energiemonitorings 66 Zähler in den zehn städtischen Gebäuden mit den höchsten Energieverbräuchen eingesetzt, um den Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch zu unterschiedlichen Tageszeiten zu messen. Das Folgeprojekt läuft zur Zeit.