Was sind Humane Papillomaviren, kurz HPV?

Papillomaviren sind hochansteckende Viren. Sie infizieren die Haut oder Schleimhäute, die inneren und äußeren Genitalien, den Analbereich, bestimmte Hautpartien oder auch den Mund- und Rachenbereich.

Humane Papillomaviren

In den meisten Fällen sind sie gesundheitlich unbedenklich und verursachen keine Krankheiten oder Symptome. Sie können im Körper ruhen oder spontan verschwinden. Andere verursachen milde Symptome wie Warzen auf der Haut oder Kondylome (Feigwarzen).

13 Hochrisikotypen

Es gibt über 200 HPV-Typen. Davon gelten bis zu 13 als Hochrisikotypen (HRT), Sie heißen auch onkogene HPV, da sie Krebsvorstufen oder sogar Krebs verursachen können: Analkrebs, Vaginalkrebs, Peniskrebs, Vulvakrebs und Gebärmutterhalskrebs. Nahezu 100% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs (auch Muttermund oder Zervix genannt) sind auf HPV zurückzuführen.

Laut dem belgischen Krebsbarometer von 2021 geht man bis 2030 von folgender Inzidenz an Krebserkrankungen durch HP-Viren aus (Belgian Cancer Registry, 2018):

Krebsart Inzidenz 2018 (N) Projektionsinzidenz 2030 (N)
Mund-Rachen-Bereich 783 1121
Gebärmutterhals 634 671
Vulva 246 269
Anus (After) 221 304
Penis 108 131


Wie infiziert man sich mit HPV?

HPV wandern von Mensch zu Mensch. Die Übertragung kann über die Haut (Zärtlichkeiten) oder verunreinigte Träger wie etwa Handtücher (auch Schmierinfektion genannt) erfolgen.

HPV, die sich im Genitalbereich einnisten, übertragen sich durch sexuelle Kontakte, präziser ausgedrückt beim Kontakt zwischen infizierter und gesunder Schleimhaut (oraler, vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr). In Sperma, Speichel oder Blut sind die HPV nicht vorhanden.

HPV sind weltweit die am weitesten verbreitete sexuell übertragbare Infektion. Häufig geschieht dies, wenn das Sexualleben beginnt. Junge, sexuell aktive Menschen haben das höchste Infektionsrisiko, das mit zunehmendem Alter abnimmt.