Fakten

Ab wann spricht man von einer Schlafstörung?

Nur schwer in den Schlaf zu finden oder nachts aufzuwachen – das kennt fast jeder. Meist holt man den verpassten Schlaf in den folgenden Nächten nach. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn

  • die Ein- und/oder Durchschlafprobleme seit mindestens drei Monaten bestehen
  • diese mindestens dreimal pro Woche auftreten

Was löst Schlafstörungen aus?

Die Auslöser sind vielfältig: von einer Schilddrüsenfunktionsstörung oder Menopause über belastende Lebenssituationen bis hin zur Einnahme bestimmter Arzneimittel, zu Alkoholkonsum oder einem ungesunden Lebensstil.

Schlaf- und Beruhigungsmittel können die Schlaflosigkeit lindern und sogar zu einem gesundem Schlaf-Wach-Rhythmus führen. ABER: Diese Medikamente bekämpfen nicht die eigentliche Ursache. Gehen Sie daher dem Ursprung für Ihre Schlaflosigkeit auf den Grund!

Warum muss man vorsichtig mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln umgehen?

Es gibt viele verschiedene Arten von Schlaf- und Beruhigungsmittel. Die Einnahme birgt gesundheitliche Risiken:

  • Nachthimmel mit Mond und Sternen
    Beeinträchtigungen der geistigen Fähigkeiten
  • abnormes Schlafbedürfnis
  • körperliche Abgeschlagenheit
  • Gewöhnung
  • Abhängigkeit

Welche Schlaf- und Beruhigungsmittel gibt es?

Die am häufigsten verschriebenen Mittel haben ein hohes Abhängigkeitsrisiko:

  • Benzodiazepine
  • Die Z-Substanzen Zolpidem und Eszopiclon
  • Barbiturate

Daneben gibt es noch Mittel, die ein viel niedrigeres Abhängigkeitsrisiko nachweisen, die aber dementsprechend auch einen niedrigeren Wirksamkeitsgrad haben:

  • Non-Benzodiazepin-Tranquilizer Buspiron
  • Z-Substanz Zaleplon
  • Antidepressiva Mirtazapin (und Trazodon)
  • Antipsychotika Quetiapin (und Olanzapin)
  • Antihistaminika Hydroxyzin (und Doxylamin)
  • Betablocker Propranolol und Atenolol
  • Melatonin als Medikament
  • pflanzliche Mittel Baldrian, Passionsblume (und Lavendel)

Halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrem Hausarzt, Facharzt, Psychologen oder Apotheker.

Wo erhält man Rat und Hilfe?

In Ostbelgien informieren und beraten ausführlich der Patienten Rat und Treff (PRT) und die Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung (ASL) zum Thema Medikamentenmissbrauch.

Der Föderale Öffentliche Dienst (FÖD) Volksgesundheit sensibilisiert mit seiner Kampagne „Schlaf- und Beruhigungsmittel nicht wahllos schlucken“ über die Risiken, wenn man übermäßig Schlaf- und Beruhigungsmittel bei Angstgefühlen, Stress und Schlaflosigkeit einnimmt.