Endokrine Disruptoren

Wenn das Hormonsystem Amok läuft 

Hormone spielen eine Schlüsselrolle bei vielen biologischen oder physiologischen Funktionen. Sie verrichten ihre Arbeit oft in kleinen Mengen und zu bestimmten Zeiten. Wenn Chemikalien das Hormonsystem stören, kann das irreversible Folgen haben. Die Auswirkungen können sofort oder erst nach mehreren Jahren eintreten. Ist man diesen Stoffen ausgesetzt, kann dies folgende Schäden verursachen:

  • Chemikalien in Reagenzgläsern
    erhöhte Unfruchtbarkeit
  • gestörtes Immunsystem
  • Missbildungen im Fortpflanzungssystem
  • vorzeitige Brustentwicklung bei Mädchen
  • Hodenkrebs und andere Krebsarten
  • Fettleibigkeit
  • Diabetes
  • Autismus

Endokrine Disruptoren sind überall

Sie befinden sich in unseren normalen, alltäglichen Konsumgütern, Lebensmitteln oder in der Umwelt. Sie können auf unterschiedliche Weise in unseren Körper gelangen:

  • durch die Atmung, sprich Sprays oder Gerüche
  • durch Einnahme/Verzehr, sprich Lebensmittel, Medikamente oder Spielzeug im Mund
  • durch Hautkontakt, sprich Körperpflegeprodukte, Kleidung oder Matratzen/Bodenbelag
  • bei Föten über den Blutkreislauf

Es ist also unmöglich, den Kontakt mit diesen Stoffen vollständig zu vermeiden. Deshalb wird das ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable) angewandt. Auf Deutsch bedeutet dies: „so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar“.

Tipps vom Patienten Rat & Treff und von belgischen Behörden

 

Damit Sie sich und Ihre Lieben schützen können, finden Sie in diesem Bereich thematisch sortierte Ratschläge. Diese stammen aus der Feder des ostbelgischen PRT und des föderalen Ministeriums für Volksgesundheit (siehe Links).

Auch der Hohe Rat für Gesundheit hat Empfehlungen veröffentlicht. Das französische Originaldokument mit den Quellen finden Sie im Downloadbereich.

Europa und Belgien handeln gegen endokrine Disruptoren

Die föderalen und regionalen Regierungen sowie die Regierungen der Gemeinschaften haben den Nationalen Aktionsplan für endokrine Disruptoren (NAPED) verabschiedet. Dieser Aktionsplan zielt darauf ab, die Belastung auf Menschen und Umwelt durch endokrine Disruptoren zu verringern. Dazu finden Sie mehr Informationen auf der Homepage des föderalen Gesundheitsministeriums.

Europa versucht insbesondere durch die REACH- und CLP-Verordnungen, endokrine Disruptoren in der Umwelt zu begrenzen. Dazu finden Sie mehr Informationen auf den Internetseiten der Europäischen Union.