Seniorenresidenzen
Das Konzept der Seniorenresidenzen zielt darauf ab, neuen Wohnraum für Senioren zu erschließen: Anbieter des freien Marktes oder des sozialen Wohnungsbaus sollen ermutigt und unterstützt werden, Wohnungen für Senioren zu bauen.
Was ist eine Seniorenresidenz?
In einer Seniorenresidenz ist der Wohnraum barrierefrei. Bei Bedarf können die Mieter bestimmte Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Für den Bau von Seniorenresidenzen müssen Bauherren vorab keine Genehmigung oder vorläufige Anerkennung beantragen. Allerdings muss der Träger, um sich als "Seniorenresidenz" bezeichnen zu dürfen, eine entsprechende Anerkennung beim zuständigen Minister der Deutschsprachigen Gemeinschaft beantragen. Denn diese garantiert dem Mieter, dass der Träger bestimmte Qualitätskriterien erfüllt.
Warum ein Qualitätslabel für Seniorenresidenzen?
Die Deutschsprachige Gemeinschaft will mit dem Label Anreize schaffen, damit neue Wohnstrukturen für Senioren entstehen. Denn die Seniorenresidenzen dürfen mit dem verliehenen Qualitätssiegel für ihr Angebot werben.
Entworfen von Kai Drosson im Kunstunterricht des Robert-Schuman-Instituts Eupen
Das Label garantiert:
- eine seniorengerechte Ausstattung
- den Zugang zu Informationen über Haushalts- und Pflegedienstleistungen
Anträge, um das Label zu erhalten, können Sie ans Ministerium an den Fachbereich Gesundheit und Senioren richten. Das Label kann erst erteilt werden, wenn die Residenz fertig gestellt ist.
Was bietet eine Seniorenresidenz im Detail?
Wie die betreuten Wohnungen müssen die Seniorenresidenzen altersgerecht gebaut sein.
Pflegerische Angebote vom Träger selbst sind ausgeschlossen. Hier muss der Träger die Senioren an die kostenlose Beratungsstelle "Dienststelle für selbstbestimmtes Leben" vermitteln. Die Bewohner können, wie alle Bürger die von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Dienste der häuslichen Hilfe und Pflege sowie die Hausnotrufanlagen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen erteilt die Dienststelle für selbstbestimmtes Leben.
Der Träger der Seniorenresidenz muss in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit anderen Anbietern hauswirtschaftliche Serviceleistungen anbieten - beispielsweise einen Hausmeisterservice oder die Raumpflege. Diese Leistungen können zusätzlich berechnet werden. Zudem muss ein Gemeinschaftsraum für die Bewohner vorhanden sein.
Der Senior und der Träger schließen einen klassischen Mietvertrag ab.