Was ist die integrierte Versorgung?

Die Weltgesundheitsorganisation, WHO (World Health Organization), definiert die integrierte Versorgung als ein Konzept, bei dem sich Gesundheitsdienste bzw. -dienstleister so organisieren, dass die Versorgung der Menschen aufeinander abgestimmt ist. Dies gilt für:

  • Mehrere Personen halten die Hände zusammen. In der Mitte sieht man ein blaues Kreuz und darum herum sind medizinische Icons zu sehen.
    die Gesundheitsförderung
  • die Prävention
  • die Diagnose
  • die Behandlung
  • das Krankheitsmanagement
  • die Genesung
  • die Palliativversorgung

Das Besondere daran ist, dass die integrierte Versorgung über die verschiedenen Ebenen und Bereiche hinweg koordiniert wird. Außerdem geht sie über den Gesundheitssektor hinaus. Kurz: Sie ist auf die Bedürfnisse der Menschen in ihrem Leben abgestimmt.

Wo kommen wir her?

Bereits seit einigen Jahren wird in Belgien die „integrierte Versorgung“ entwickelt.

  • Schon vor 2010 gab es zum Beispiel die sogenannten Protokoll-3-Projekte. Diese waren ein erster Schritt in die Richtung, eine unterstützende Rolle in der Versorgung von Senioren zu schaffen, dazu zählen beispielsweise die bis heute umgesetzte Pflegekoordination und das Case-Management für Senioren bei der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben).
  • 2015 wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt, indem ein Plan zur integrierten Versorgung für Menschen mit chronischen Krankheiten verabschiedet wurde. Hieraus sind weitere Pilotprojekte entstanden, die bis dato fortgeführt werden. Zwar gab es in Ostbelgien die Initiative „Gesundes Ostbelgien“, ein Projekt wurde aber schlussendlich nicht umgesetzt.
  • 2022 gab die Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben (DSL) eine Machbarkeitsstudie für eine integrierte Versorgung in Ostbelgien in Auftrag. Die Ergebnisse wurden Anfang 2023 vorgestellt.
  • 2022 hat der Föderalstaat die Initiative übernommen, das Thema der integrierten Versorgung weiter voranzutreiben. Er beauftragte drei externe Dienstleister, um einen interföderalen Plan zur integrierten Versorgung zu entwickeln. Durch diesen Plan gibt es wiederum die Möglichkeit, in den Teilstaaten Initiativen der integrierten Versorgung zu fördern. Dies war der Startschuss, um in Ostbelgien ein Konzept entstehen zu lassen.