Der „Dorfler“

Alfons Velz – Leiter Saal Jaspesch

Alfons Velz ist gebürtiger Ostbelgier und tief in seinem Heimatdorf Mürringen verwurzelt. Die Dorfkneipe „Jaspesch“ mit dem dazugehörigen Saal birgt viele Kindheitserinnerungen. Sie sind in gewisser Weise die Lebensader des Dorfes, genauso wie die örtliche Schule und die Kirche. Der Saal dient als Veranstaltungsort für Feste, Hochzeiten, Beerdigungen, Theateraufführungen, Konzerte, Karnevalsveranstaltungen oder Familientreffen.

Gemeinsam in die Zukunft starten

„Es war immer mein Traum, einen angenehmen und modernen Treffpunkt für die Menschen in unserem Dorf zu haben. Und ich habe das Glück, an einem Ort zu leben, wo die Menschen Ideen haben, anpacken und sich gegenseitig helfen.“
Zitat: Alfons Velz

Weil der letzte Besitzer Kneipe und Saal nicht mehr selbst betreiben konnte, haben die Mürringer Vereine sich zusammengeschlossen und das Anwesen für mehr als ein Jahrzehnt gemietet. 2015 gelang es ihnen, den Saal und die Kneipe zu kaufen. Sowohl der Kauf als auch die Renovierung und der Neubau waren nur durch das tatkräftige Engagement der Dorfbewohner möglich. Das Geld trieben sie durch:

  • den Verkauf von Nutzungsgutscheinen,
  • großzügige Spenden von Vereinen und Privatleuten und
  • die finanzielle Hilfe der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Gemeinde Büllingen auf.

Nach Feierabend packten viele junge Dorfbewohner – in Absprache mit den Bauunternehmen – tatkräftig mit an. Während die Rentner tagsüber aufräumten und alles für den nächsten Abend vorbereiteten.

„Dass diese wichtige soziale Infrastruktur in Mürringen erhalten und erneuert werden konnte, zeigt den einzigartigen Standortvorteil, den wir der Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien verdanken“, so Alfons Velz.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens bezuschusst und realisiert Infrastrukturprojekte in den Bereichen Schule, Soziales, Kultur, Sport, Gemeinschaftseinrichtungen, Denkmalschutz und Tourismus. Ziel ist es, gute infrastrukturelle Bedingungen zu schaffen und die Gemeinschaft zukunftsfähig zu machen. Die Projekte sind so konzipiert, dass sie energieeffizient und nachhaltig sind und von allen Bürgern, auch von Menschen mit einer Beeinträchtigung, genutzt werden können, damit sie auch in den kommenden Jahren allen zur Verfügung stehen.

Der „Dorfler“
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