Der Geschäftsführer

Ewald Gangolf – 100,5 DAS HITRADIO.

Im Jahr 2019 brannten die Werkstätten der Schreinerei von Ewald Gangolf ab. Innerhalb weniger Stunden verlor Ewald sein Lebenswerk. Denn die Schreinerkunst ist seine Leidenschaft. Bereits als Sechsjähriger spürte er die Begeisterung während eines Besuches bei seinem Onkel.

„Es war völlig neu. Ich musste erst einmal lernen, was Radio ist. Wir sind ein privater Radiosender, das heißt, wir müssen uns selbst versorgen. Wir müssen Werbung verkaufen, damit wir leben können.“
Zitat: Ewald Gangolf

Doch Ewald ist tief in der Region verwurzelt und bestens in Ostbelgien vernetzt. Neben seinem eigenen Schreinereibetrieb ist er Präsident des Instituts für Aus- und Weiterbildung in kleinen und mittelständischen Unternehmen (IAWM). Jahrelang war er sehr aktiv im Organisationskomitee seines Heimatdorfes, dem Verkehrsverein Schönberg VoG. Zudem war er Vorstandsvorsitzender der regioMEDIEN AG. Entschlossen stellte er sich seinem Schicksal und ließ sich nicht unterkriegen.

Über die Grenzen hinweg

Aufgrund seines breiten Erfahrungsschatzes wurde Ewald eines Tages die Geschäftsführung des euregionalen Privatsenders 100,5 DAS HITRADIO. angeboten. Zuerst verwarf er die Idee, da er noch immer unter dem Verlust seines Unternehmens litt und die Führung eines Radiosenders etwas völlig anderes ist als die Leitung einer Schreinerei. Nach reiflicher Überlegung stellte er sich jedoch der neuen Herausforderung. „Als sich eine Tür schloss, öffnete sich eine andere. Ich hatte das große Glück, eine zweite Chance zu bekommen“, so Ewald.

Heute leitet der bodenständige Unternehmer aus der Eifel ein junges, dynamisches Team. Als er seinen neuen Job antrat, war er für alle ein Fremder. Inzwischen hat er zahlreiche Kontakte geknüpft. Trotz des starken Kontrasts zwischen seiner früheren Tätigkeit als Schreiner und seiner jetzigen Position als Geschäftsführer eines Radiosenders bereitet ihm seine neue Aufgabe große Freude.

100,5 DAS HITRADIO. ist ein europäisches Projekt. Der Privatsender erhielt seine Frequenz Ende der 1990er-Jahre vom Medienrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Er hat seinen Sitz in Eupen und sendet in das Dreiländereck Deutschland, Belgien und die Niederlande. Die Lebensrealität der Grenzregion spiegelt sich sowohl in der Berichterstattung aus Ostbelgien und der Euregio wider als auch in der Belegschaft:

  • 20 Prozent der Mitarbeitenden kommen aus Ostbelgien.
  • 80 Prozent stammen aus Deutschland.

Grenzüberschreitende starke Partner hat die Deutschsprachige Gemeinschaft auch in den Gesellschaftern des saarländischen Radio Salü, der nordrhein-westfälischen PFD Pressefunk GmbH, dem Medienhaus Aachen und dem Grenz-Echo gefunden.

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