Die Kindergärtnerinnen

Caroline Fuhrt & Geneviève Vanderheyden – César-Franck-Athenäum Kelmis

Caroline Fuhrt und Geneviève Vanderheyden sind engagierte und erfahrene Pädagoginnen, Freundinnen und Kolleginnen – beiden liegt das Wohl ihrer Schüler am Herzen. Doch eines unterscheidet sie: Caroline unterrichtet in deutscher, Geneviève in französischer Sprache. Denn der Kindergarten am César-Franck-Athenäum in Kelmis ist bilingual.

„Wir fühlen uns nützlich, weil wir Werte vermitteln, die uns wichtig sind. Zweisprachigkeit und Inklusion sind wichtige Säulen unserer Schule, wobei das Lernen eines jeden Kindes immer im Mittelpunkt steht.“
Zitat: Caroline Fuhrt und Geneviève Vanderheyden

Die Kindergärtnerinnen finden es faszinierend zu beobachten, wie Kinder auf unterschiedliche Weise Sprachen erlernen. Spielerisch fördern sie ihre Sprachkompetenz, indem sie z. B. Fehler in ihre deutschen bzw. französischen Formulierungen einbauen oder Sprachen verwechseln. Auch nutzen sie verschiedene Lernmethoden wie:

  • Bewegung
  • Geschichten
  • Lieder
  • Spiele

Für Caroline und Geneviève geht es beim Unterrichten nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um den Aufbau menschlicher Beziehungen zu Schülern, Kollegen und Eltern. Diese menschlichen Beziehungen sind für sie ein Privileg, vor allem wenn sie jeden Tag die Freude, Spontaneität und den Enthusiasmus der Kinder in der Schule erleben dürfen, unabhängig von ihrer Sprache.

Diversität wird in Kelmis großgeschrieben. Die Schule konzentriert sich auf:

  • Pluralismus
  • Mehrsprachigkeit
  • Medienkompetenz
  • Umweltbewusstsein

Der Kindergarten ist nicht nur bilingual, sondern auch inklusiv. Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf werden hier bereits mit drei Jahren spielerisch an die erste Fremdsprache Französisch herangeführt. Diese Kinder haben damit im EU-Vergleich einen deutlichen Vorteil, denn in den meisten EU-Ländern wird mit dem Erlernen der ersten Fremdsprache deutlich später begonnen. Durch die Mehrsprachigkeit vom Kindergarten an haben ostbelgische Kinder später gute Chancen auf einen Studien-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, auch über Grenzen hinweg. Gerade in einer Grenzregion ist das ein enormer Vorteil.

Die Kindergärtnerinnen
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