Kultur

Kunstankäufe 2023

Teil 1: Das sind die Neuanschaffungen 2023

Auch 2023 wurden wieder interessante Kunstwerke für die Kunstsammlung Ostbelgiens angekauft. Wie üblich ging es dabei querbeet durch die Disziplinen, von Landschaftsbildern über Kohlezeichnungen bis hin zu Fotos, Gemälden und einem Bilderbuch.

Die Neuankäufe aus dem Jahr 2023 umfassen:

  • eine Fotoserie von René Remacle
  • die 20-teilige Serie „Delft“, ein Bilderbuch und Drucke von Marie-France Bonmariage
  • Gemälde von Stefanie Krings
  • Gemälde und Kohlezeichnungen von Yann Freichels
  • Landschaftsbilder von Rainer Bauer

In diesem Artikel erhalten Sie einen Einblick in die Kunstwerke von René Remacle und Marie-France Bonmariage.

René Remacle

René Remacle ist auf einem Bauernhof bei Stavelot aufgewachsen. Schon mit 15 Jahren begann er das Leben und die landwirtschaftliche Arbeitswelt seiner Familie in analogen Schwarz-Weiß-Fotos festzuhalten. Seine Bilder beweisen ein besonderes Gespür für Motive, Komposition, Lichtverhältnisse und den „richtigen“ Moment. Sie sind spontan und ungekünstelt, ohne jede Pose.

Für die Kunstsammlung hat das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft eine 24-teilige Serie erworben, die exemplarisch ist für die verschwundene Lebens- und Arbeitswelt sowie für die Aufbruchsstimmung in den Ardennen der 1960er-Jahre. Ohne Weiteres können eine solche Landwirtschaft und auch die Landschaft stellvertretend mit denen der ostbelgischen Eifel zur damaligen Zeit verglichen werden. Daher ist diese Fotoserie auch für Ostbelgien ein wertvolles Zeitdokument. Der hochbetagte René Remacle ist auch heute noch in verschiedenen Fotoklubs aktiv.

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Hof Brux bei Lierneux, 1960er-Jahre, je 18 x 24 cm, Fotopapier

Marie-France Bonmariage

Marie-France Bonmariage ist auf die alte Technik der Lithografie spezialisiert. Als Ausgleich zu ihrem Beruf als Kunstprofessorin in Lüttich und aus Leidenschaft für die Natur sucht sie in einsam-meditativen Momenten die Inspiration für ihre überaus zarten, poetischen Werke. Es entstehen Bilder, die durch eine gewisse Bewegtheit an Wind, Wasser, Pflanzen und andere organische Strukturen wie Haar oder Tierfell erinnern.

Oft werden die seriell gedruckten und dennoch immer verschiedenen einzelnen Blätter zu Mosaiken miteinander verknüpft. Dadurch entstehen tapetenartige Muster. So auch im Fall der 20-teiligen Serie „Delft“, die zusammen mit einem Bilderbuch und weiteren Drucken der Künstlerin für die Sammlung gekauft wurden.

Bonmariages Arbeiten wurden schon auf zahlreichen Ausstellungen rund um den Globus gezeigt.

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