Ukraine-Krise

Sie haben Zimmer, eine Wohnung oder ein Haus für Ukraine-Flüchtlinge?

Zwei Hände halten ein aus Papier ausgeschnittenes Haus in den Farben der Ukraine.

Aktuell fliehen Millionen Menschen vor dem bewaffneten Konflikt in der Ukraine und suchen u.a. in Belgien Schutz. Um die Flüchtlinge angemessen unterzubringen und gleichzeitig vor schweren Straftaten wie Menschenhandel oder Ausbeutung zu schützen, ist vorgesehen, den für sie vorgesehenen Wohnraum zu prüfen. Privathaushalte/Gastgeber sind also aufgefordert, sich in einem festgelegten Verfahren zu melden und zu registrieren.

Einwanderungsbehörde Fedasil als erste Anlaufstelle

Fedasil nimmt zentral in Brüssel die Daten der ankommenden Flüchtlinge auf. Die Behörde vermittelt die Personen/Familien anhand der Wohnangebote aus den belgischen Gemeinden.

Wenn Privathaushalte Flüchtlinge aufnehmen, werden diese per Bus oder Bahn in die jeweiligen Gemeinden transportiert. Dort müssen die Privathaushalte die Ukrainer empfangen. Nähere Informationen dazu können über die jeweiligen Gemeinden erfahren werden.

Wohnverträglichkeitsprüfung in Ostbelgien

Die Gemeinden sammeln die Kontaktdaten der aufnehmenden Haushalte:

  • Ansprechperson
  • Telefonnummer
  • E-Mailadresse
  • Adresse der Unterkunft

Die Gemeinden leiten diese Angaben an Fedasil und den Fachbereich Wohnungswesen und Energie im Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft weiter. Hierzu müssen die Eigentümer eine ehrenwörtliche Erklärung (siehe Download „ehrenwörtliche Erklärung“) ausfüllen und bei der Gemeinde hinterlegen.

Termin vor Ort

Das Ministerium koordiniert die Wohnverträglichkeitsprüfung durch das entsprechende Fachpersonal. Die terminliche Absprache mit dem Eigentümer erfolgt telefonisch.

Die vom Ministerium beauftragten Personen werden an vorbestimmten Tagen in einer bestimmten Gemeinde die Unterkünfte mittels einer Kriterien-Checkliste prüfen (siehe Download „ehrenwörtliche Erklärung“). Deswegen wird mit der jeweiligen Kontaktperson telefonisch ein entsprechender Vor- oder Nachmittag vereinbart, an dem diese vor Ort sein muss, um den beauftragten Personen des Ministeriums den Zugang zu den Unterkünften zu gewährleisten. Es wird maximal eine halbe Stunde pro Unterbringung eingerechnet.

Ist die Wohnverträglichkeitsprüfung positiv ausgefallen, erstellt die vom Ministerium beauftragte Personen eine entsprechende Bescheinigung. Diese geht an den Eigentümer und die Gemeinde.

Ausnahmen

Die spezifische Wohnverträglichkeitsprüfung entfällt, wenn

  • die Unterbringung über eine Vermietung durch eine soziale Immobilienagentur erfolgt
  • die Flüchtlinge in Räumlichkeiten unterkommen, die in der Trägerschaft einer Gemeinschaftseinrichtung oder einer lokalen Behörde liegen

Für weiterführende Informationen zu dem Verfahren können Sie die entsprechende Stelle Ihrer Gemeinde kontaktieren.