20 Pilotprojekte der Gemeinden sind an den Start gegangen

Ein gelber Bauhelm liegt auf einem Tisch mit Wasserwaage und Bauplan. Im Hintergrund geben sich zwei Männer die Hand.

Die Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaplans schreitet voran: 20 Projekte der neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind bewilligt.

Das finanzielle Gesamtvolumen beträgt 613.714,97 Euro. Von diesen werden 90 Prozent von der Deutschsprachigen Gemeinschaft kofinanziert.

Hier finden Sie die aktuell geförderten Projekte der Gemeinden:

Sensibilisierungsprojekt

  • Amel, Büllingen und Bütgenbach
    Mit dem Projekt Energie-ID sollen Schulkinder für energiesparendes Verhalten sensibilisiert werden. Dafür werden die Energie- und Wasserverbräuche in neunzehn teilnehmenden Schulen gemessen und überwacht, damit die Schüler unnötige Energieverbräuche identifizieren können.
  • Amel
    Das Projekt Energieeinsparung in der Schule Meyerode dient als Sensibilisierungsmaßnahme für energiesparendes Verhalten für Oberstufenschüler (5. und 6. Schuljahr) und besteht aus verschiedenen Animationen, wie zum Beispiel einer Besichtigung des Windparks in Weismes oder einer begleiteten Bestandsaufnahme der Energienutzung in der Schule.

Machbarkeitsstudien

  • Büllingen
    Es wird geprüft, ob sich der Einbau von Hackschnitzelheizungen in verschiedenen Gebäuden lohnen würde. Die Hackschnitzel sollen lokal hergestellt werden, aus dem ohnehin anfallenden Schadholz in den Wäldern der Gemeinde sowie aus Abfällen der Heckenlandschaft und von Bäumen entlang des Straßennetzes.
  • Lontzen
    Es wird untersucht, ob ein Nahwärmenetz sechs Liegenschaften im Zentrum mit erneuerbarer Wärme versorgen kann.
  • Bütgenbach
    Die Gemeinde möchte herausfinden, welcher Energieträger am besten für eine optimale und nachhaltige Beheizung von drei Gebäuden geeignet ist.
  • Amel
    Es wird einerseits untersucht, welche Energieträger am besten dafür geeignet sind, um 13 Liegenschaften mit Wärme zu versorgen, und andererseits, ob diese Gebäude zentral, dezentral oder in einer Kombination beider Möglichkeiten beheizt werden sollen.
  • Kelmis
    Untersuchung von Gebäuden mithilfe von Wärmebildkameras auf energetische Schwachstellen.
  • Eupen
    Es soll anhand von Luftaufnahmen die Temperatur bzw. die Temperaturdifferenz der Dachflächen ermitteln werden. Unzureichend isolierte Gebäude können mithilfe eines Webtools identifiziert werden und sollen im Bestfall den Eigentümer zu Sanierungsmaßnahmen animieren.
  • Raeren
    Das ressourcenschonende Bauen soll gefördert werden, da insbesondere im Bausektor der Ausstoß von CO2-Emissionen hoch ist. Dazu soll den Büros, die Bürgerinnen und Bürgern bei ihrem Bauvorhaben beraten, ein Online-Tool zur Verfügung gestellt werden.
  • Zusätzlich wird die Gemeinde eine Mobilitätsstudie durchführen, auf der aufbauend ein kommunaler Mobilitätsplan (Plan Communal de Mobilité, PCM) erstellt werden soll. Der Mobilitätsplan setzt sich aus einer Bestandaufnahme, der  Zielsetzung für die nächsten 10 Jahre sowie der Erstellung eines Aktionsplans zusammen und soll eine deutliche Reduktion des motorisierten Verkehrs und eine Ausweitung der Multimodalität bewirken.
  • Sankt Vith
    Im Zuge einer ohnehin durchgeführten Reparatur des Daches des Sankt Vither Rathauses wird eine Machbarkeitsstudie zur Installation einer PV-Anlage durchgeführt. Die Studie beinhaltet unter anderem die Berechnung der maximalen Größe der PV-Anlage und dessen Maximalertrags. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird ebenfalls ein Lastenheft zur Ausschreibung der Arbeiten erstellt.

Investitionsprojekte

  • Kelmis
    Es sollen digitale Stromzähler in 42 Liegenschaften installieren werden, um Stromverbräuche genauer messen und mögliche Einsparpotenziale besser identifizieren zu können. Anschließend soll ein Energie-Management-System installiert werden, das die automatische Messung der Stromverbräuche im 15-Minutentakt ermöglicht.
  • Lonzen
    Um den 100 Meter langen Fußweg in Herbesthal zwischen der Kirchstraße und dem Gelände des alten Bahnhofs noch attraktiver und sicherer zu machen, wird die Gemeinde fünf öffentliche Beleuchtungsmasten entlang des Weges aufstellen, die auch an die öffentliche Beleuchtung angeschlossen sein sollen.
  • Sankt Vith
    Die Gemeinde will sechs öffentliche Ladestationen für Elektroautos und eine weitere für Elektrofahrräder installieren.
  • Amel
    Es soll auf dem Marktplatz eine mobile Solarladestation für E-Bikes und Smartphones aufgestellt werden.
  • Raeren
    Die Gemeinde will an mehreren Orten Fahrradstellplätze und Ladestationen für Elektrofahrräder aufstellen.
  • Eupen
    Es werden langfristige Fahrradunterstellplätze und Radgaragen im Stadtgebiet errichtet.