Tage des offenen Denkmals 2022

Am 10. und 11. September ging es auf Streifzug durch Heimat und Geschichte

Insgesamt 15 Denkmäler öffneten Tür und Tor und erlaubten einen Blick hinter altehrwürdige Kulissen. Sehen Sie in unseren Bildergalerien, wie die Besucher staunten, entdeckten und sich auf die Spuren unserer Vergangenheit begaben!

Die reichhaltige Auswahl reicht von einem Kino über Herrenhäuser bis hin zu Kirchen und Museen. Von Nord bis Süd hat unsere Heimat viel Geschichte und Kulturerbe zu bieten.

Eindrücke aus dem Süden

Großes Geschichtskino gab’s im Corso St. Vith, wo an den beiden Tagen das um 1944 errichtete Gebäude die Hauptrolle spielte. Ebenfalls offen standen die Türen der Kirche in St. Vith. 1954 erbaut, ist sie mit ihren Deckenbalken aus Stahlbeton ein wahrhaftiges Zeichen des Wiederaufbaus nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs.

In Amel zeigten Ehrenamtliche des Vereins im Museum, wie Butter früher hergestellt wurde. Geschichte(n) zu Kirche und architektonischen Details gab es zu St. Remaklus in Thommen. Stolze Jugendstilfassaden gab es in Burg-Reuland zu bewundern.

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Angebot im Norden

Hoch hinaus ging es in Eupen auf den Turm der Friedenskirche. Sich einmal als Handweber ausprobieren konnte man ebenfalls im Atelier Kunst und Bühne in Eupen. Ein sehenswertes Beispiel für die innovative Nutzung eines historischen Bestandes ist eine Wohnung im ersten Geschoss der ehemaligen Tuchfabrik Peters in der Eupener Unterstadt. Die Fabrik ist ein eindrucksvoller und qualitätsvoller Vertreter für einen mächtigen Verwaltungsbau aus dem 19. Jahrhundert.

Auch das Couven-Haus in Nispert mit Garten und der angrenzenden Rokoko-Kapelle war wieder zu bewundern. In Kettenis warteten mit dem Waldenburghaus, einem Herrenhaus mit einer dreiflügeligen Wirtschaftsanlage aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit weitläufiger Außenanlage und dem Philippenhaus. Das beherbergt einen originellen Schrankaltar. Gleich zwei beeindruckende Sehenswürdigkeiten auf einmal.

Thematischen Führungen zu den Ursprüngen der Zinkindustrie konnte man im Museum Vieille Montagne in Kelmis folgen. Es gab sogar die seltene Gelegenheit, den geschichtsträchtigen Dachstuhl zu erkunden.

In Raeren stieß der große Keramikmarkt auf viel Begeisterung. Innovativ hier ist auch der digitale Zugang zum Museum, über das Projekt „Behind the Museum“. Das Museum konnte hier in einem virtuellen Rundgang von Zuhause aus entdeckt werden.

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