Klima- und Energieplan

Neue Zuschüsse für kommunale Energie- und Klimaprojekte

Bei derartigen Projekten greift die Regierung den neun Gemeinden nun unter die Arme. Die Gemeinden können die Zuschüsse für Personal- und Funktionskosten oder Investitionsprojekte nutzen. Bereits im Frühjahr sollen erste Projekte starten.

Zwei Hände halten eine futuristische grafische Darstellung der Weltkugel. Die untere Hälfte des Globus zeigt die Weltkarte, während die ober Hälfte Häuser, Bäume und Windräder zeigt.

Der integrierte Energie- und Klimaplan hat das Ziel,

  • die CO2-Emissionen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft bis 2030 um 50% und bis 2050 um 100% zu senken
  • Maßnahmen für Klimaschutz- und Klimaanpassung einzuführen

Wenn eine Gemeinde in diesem Sinne ein Projekt auf die Beine stellt und vorantreibt, kann sie Zuschüsse beim Ministerium beantragen.

Was genau wird gefördert?

  • Personal- und Funktionskosten: Gehaltskosten (brutto), Büro- und Verwaltungskosten (Pauschale von 15%), Kommunikationskosten, externe Expertise

Dies greift beispielsweise, wenn eine Gemeinde eine Studie durchführt, ein Monitoringtool entwickelt, Sensibilisierungsmaßnahmen durchführt, Weiterbildungen organisiert und den gemeindespezifischen Aktionsplan weiterentwickelt.

Der maximale Zuschuss liegt bei 30 000 Euro pro Gemeinde und Jahr.

  • Unter Investitionskosten fallen Ausrüstungs- und Ausstattungsgegenstände.

Im Bereich erneuerbare Wärme sind etwa Projekte, um Biomasse zu trocknen, Hackschnitzel zu gewinnen oder Wärmepumpen einzubauen, förderfähig. Wenn es um nachhaltige Mobilität geht, erhalten beispielsweise Projekte zum Bau von Elektroladesäulen für Fahrzeuge und Fahrräder, intelligente Beleuchtung, Fahrradabstellanlagen oder E-Bikesharing-Infrastruktur Zuschüsse.

Investitionskosten werden zu 80% gefördert.

Hier reicht der Zuschuss je nach Einwohnerzahl der Gemeinde von 75 000 bis 125 000 Euro pro Jahr.

Wie und wo einen Antrag stellen?

Die Gemeinden können Anträge für individuelle oder gemeindeübergreifende Vorhaben einreichen. Dazu wenden sie sich ans Ministerium an den Fachbereich Standortentwicklung. Das Antragsformular erreichen Sie über den weiterführenden Link. Die erste Antragsfrist endet am 15. Februar 2022.

Wer genehmigt die Projekte?

Die Regierung entscheidet über die Anträge. Der Entscheidung basieren auf folgenden Bewertungskriterien: 

  • gemeindeübergreifendes Pilotprojekt
  • adäquate Projektbeschreibung und Realisierbarkeit der Umsetzung
  • direkter oder indirekter Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen
  • Langlebigkeit des Pilotprojekts
  • innovativer Charakter des Pilotprojekts
  • andere positive Effekte im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und sozioökonomische Faktoren
  • Bürgerbeteiligung

Detaillierte Informationen entnehmen Sie dem Rundschreiben im Download.