Anträge können ab sofort eingereicht werden

Juli-Überschwemmungen: Unterstützung für geschädigte Unternehmen

Diese Hilfen dienen dazu, Betriebe in der Wallonie, in einem Umkreis von max. 20 Kilometer vom ursprünglichen Standort entfernt, wieder in Stand zu setzen, wiederaufzubauen oder zu ermöglichen, dass sie ihre wirtschaftliche Tätigkeit wiederaufnehmen.

Ausnahmen sind möglich, wenn nachweislich kein geeignetes Grundstück oder keine geeignete Infrastruktur zur Verfügung steht. Dies ist die Voraussetzung, um diese Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Je nach Versicherungslage sind drei Szenarien möglich.

Einfache Risiken (assurées en risques simples)

Hinter einer Mauer aus Sandsäcken sieht man ein Schild mit dem Wort „Hochwasser“.

Diese Unterstützung betrifft Unternehmen, die ihre Güter mit einem Versicherungswert von weniger als 1.536.939,85 Euro versichert haben. Die gegen einfache Risiken versicherten Betriebe werden für bis zu 100 % der geschätzten und durch ihre Versicherungspolice gedeckten Schäden entschädigt (im Rahmen der nach Gutachten ermittelten Förderbeträge sowie der vertraglichen Obergrenzen). Es erfolgt eine direkte Abwicklung und Entschädigung über die jeweilige Versicherungsgesellschaft.

Diese Betriebe können jedoch keine Unterstützung aus dem Katastrophenfonds erhalten, auch wenn bestimmte Posten nicht von ihrer Versicherungsgesellschaft übernommen werden oder ihre vertraglichen Höchstgrenzen niedriger sind als die effektive Schadenssumme.

Besondere Risiken (assurées en risques spéciaux)

Diese Entschädigung gilt für Betriebe, die ihr Eigentum mit einem Versicherungswert von mehr als 1.536.939,85 Euro versichert haben. Unternehmen können für Schäden, die nicht von der Versicherungsgesellschaft getragen werden, eine Reparaturhilfe des Katastrophenfonds (fonds des calamités) in Anspruch nehmen, und zwar in Höhe von:

  • 40% für Unternehmen zwischen 50 und 250 VZÄ sowie für Unternehmen mit mehr als 250 VZÄ (nur nach einer Validierung durch die Regierung);
  • 50% für Unternehmen mit < 50 VZÄ.

Das Unternehmen muss einen unabhängigen Sachverständigen beauftragen, um die Höhe der Reparaturbeihilfe zu bewerten. Je nach Höhe der Hilfe gibt es zwei unterschiedliche Verfahren:

  • Der Beihilfeantrag beläuft sich auf mindestens 50.000 Euro

Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach der Aufrechterhaltung von Arbeitsplätzen und wird auf der Grundlage der folgenden Tabelle berechnet:

Volumen der erhaltenen Arbeitsplätze

% der Beihilfe

100% 100%
90-99,99% 90%
80-89,99% 80%
70-79,99% 70%
60-69,99% 60%
50-59,99% 50%
25-49,99% 30%
<25% 0%

Bevor ein Unternehmen den Antrag beim Katastrophenfonds stellen kann, muss es einen Finanzplan für die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit von einem der drei Wirtschaftsinstrumente (Sowalfin, SOGEPA, SRIW) überprüfen und validieren lassen, indem es 1890 kontaktiert. Wenn das Unternehmen jedoch bereits mit einer der genannten Strukturen in Verbindung steht und somit bereits einen bevorzugten Ansprechpartner hat, bleibt diese Person die direkte Anlaufstelle für das Unternehmen, unabhängig von seiner Größe oder der Höhe des Beihilfeantrags beim Katastrophenfonds.

  • Der Beihilfeantrag beläuft sich auf weniger als 50.000 Euro.

In diesem Fall stellt das Unternehmen seinen Antrag auf Unterstützung direkt beim Katastrophenfonds (MonEspace)

Nicht versicherte Unternehmen (non assurées)

Diese Betriebe können eine finanzielle Unterstützung des Katastrophenfonds in Höhe von 25% des erlittenen Schadens bis zu einer Höchstgrenze von 500.000 Euro beantragen. Auch hier muss das Unternehmen einen unabhängigen Sachverständigen beauftragen, um die Höhe der Reparaturbeihilfe zu schätzen. Je nach Höhe der Beihilfe gibt es wieder zwei unterschiedliche Prozedere:

  • Der Beihilfeantrag beläuft sich auf mindestens 50.000 €

Die Höhe der Beihilfe wird in Abhängigkeit der Erhaltung von Arbeitsplätzen berechnet. Hier gilt das gleiche Verfahren wie oben erwähnt (bei den besonderen Risiken).

  • Der Antrag auf Unterstützung beläuft sich auf weniger als 50.000 €

In diesem Fall stellt das Unternehmen seinen Antrag auf Unterstützung direkt beim Katastrophenfond. (MonEspace)

Noch Fragen? Dann wenden Sie sich an die Hotline 1890.