Entwicklungsvision „Ostbelgien leben 2040“

Die Ergebnisse der Fachworkshops auf einen Blick

Im Mai 2022 fanden fünf Fachworkshops statt. Deren Erkenntnisse fließen in den weiteren Prozess, um die Entwicklungsvision „Ostbelgien leben 2040“ zu erarbeiten. Hier ein kurzer Überblick.

Wie wollen wir 2040 in Ostbelgien leben? Gibt es so etwas wie eine typisch ostbelgische Identität? Wie können wir Ostbelgien nachhaltig entwickeln und dabei alle Generationen einbeziehen? Wird der digitale Wandel das Leben in Ostbelgien verändern? Wie können wir Menschen für Ostbelgien als Wohn- und Arbeitsstandort begeistern? Wie können Vereine und Menschen, die sich freiwillig engagieren, sich noch besser miteinander vernetzen?

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Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmer bei fünf Fachworkshops, die im Mai 2022 in Amel und in Eupen stattfanden.

Fachworkshops bauen auf Themenwerkstätten auf

Im Herbst 2021 startete eine erste große Beteiligungsrunde: In öffentlichen und digitalen „Themenwerkstätten“ definierte Ostbelgien strategische, langfristige wie auch zeitnahe praxisorientierte Ziele. Die Themen lauteten:

  • Nachhaltige Lebensregion,
  • Ostbelgien vernetzt: Digitalisierung und Innovation,
  • Generationengerechtigkeit und Daseinsvorsorge,
  • Arbeit, Bildung und Soziales Miteinander,
  • Regionale Identität und Eigenständigkeit.

Die Ergebnisse flossen in eine Stärken-/ Schwächen-Analyse und Zielkataloge ein. Diese beiden Dokumente wurden weiter vertieft und im Mai 2022 bei Fachworkshops erneut zur Diskussion gestellt.

Dafür setzten die fünf Querschnittsthemen erneut den Rahmen. In den Austausch gingen lokale Akteure aus der organisierten Zivilbevölkerung, Fachleute aus Gemeinden und Mitarbeiter des Ministeriums. Pro Querschnittsthema wurde außerdem ein Coach, d.h. ein externer Experte, verpflichtet, der mit seiner Erfahrung und seinem Blick von außen die vorhandene Expertise ergänzte.

  • Im ersten Fachworkshop zum Thema „Nachhaltige Lebensregion Ostbelgien“ ging es darum, die Nachhaltigkeits- und Klimamaßnahmen in Ostbelgien weiter auszubauen. Einmal mehr wurde klar: Die Lage spitzt sich zu, es ist notwendig, sofort zu handeln. So müssten möglichst weitreichende Maßnahmen mit großer Wirkung entwickelt werden, hieß es. Nichtsdestotrotz gelte es, vorausschauend zu arbeiten und zukünftige Probleme schnell zu erkennen und anzugehen. Die Sensibilisierung der Bürger bleibe dabei ein elementarer Punkt.
     
  • Im Fachworkshop „Ostbelgien vernetzt – Innovation und Digitalisierung“ befassten sich die Teilnehmer mit Bildung, Mobilität und Infrastruktur sowie Arbeit und Verwaltung. Dabei ergab sich, dass Bildungsangebote auch außerhalb der Schule zugänglicher gemacht werden sollten. Weitere Punkte waren die nötige Verkehrswende und die Entwicklung ländlicher Mobilitätskonzepte. Auch die Verwaltung sollte dringlichst auf den Zug der Digitalisierung aufspringen. Kleinere experimentelle Projekte könnten hier als Impulsgeber wirken.
     
  • Im Fachworkshop „Arbeit, Bildung und soziales Miteinander“ kamen u.a. der Fachkräftemangel und das derzeitige Image von Ausbildungsberufen zur Sprache. Nach einem angeregten Austausch ergaben sich zahlreiche Ansatzpunkte, auch zu den Themen Wirtschaft und Kooperation sowie dem sozialen Miteinander, die eine wichtige Rolle in Ostbelgien einnehmen.
     
  • Im Fachworkshop „Generationengerechtigkeit und Daseinsfürsorge“ ging es um Themen, die sowohl die kleinsten als auch die ältesten unserer Bürger betreffen. Hier wurde klar, dass Stereotypen aufgebrochen und neue Möglichkeiten ergründet werden sollten, damit Ostbelgien ein moderner Ort zum Leben und Arbeiten für Alt und Jung sein kann.
     
  • Im letzten Fachworkshop zum Thema „Regionale Identität und Eigenständigkeit“ ging es um die Identitätsfrage in Ostbelgien. Tourismus, Freizeit, Heimat sowie regionales Bauen wurden hier unter Anderem besprochen. Beim Thema Tourismus stellte es sich als wichtig heraus, dass dieser für die Einheimischen attraktiv bleiben müsse. Weiterhin wurden die Formen des Miteinanders in der Gesellschaft diskutiert. Man war sich einig, dass auch hier neue Wege des gemeinschaftlichen Lebens identifiziert werden sollten.

Interesse, mehr zu den Fachworkshops zu lesen oder hören? Pro Fachworkshop sind ein detaillierter Nachbericht und ein Podcast verfügbar. Bei den Podcasts handelt es sich um eine Nachbesprechung der Fachworkshops mit den für das jeweilige Querschnittsthema zuständigen Coaches.

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Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Entwicklungskonzept „Ostbelgien leben 2040“ finden Sie unter „Mehr zum Thema“. Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Prozess haben, können Sie sich jederzeit bei der Koordinatorin der Raumstrategie (Lucyna Zalas) oder dem Koordinator der Entwicklungsstrategie (Alexander Krings) melden. Die Kontaktdaten finden Sie unter in der Rubrik „Mehr zum Thema“ unter „Ansprechpartner“.