Sitzung vom 28. Oktober 2021

Öffentlicher Dienstleistungsauftrag „Struktur- und Organisationsanalyse des Ministeriums und der verbundenen öffentlichen Dienste der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit Verbesserungsvorschlägen“ – Kenntnisnahme des Abschlussberichts

1. Beschlussfassung:

Die Regierung nimmt den Abschlussbericht der Firma PwC Enterprise Advisory über eine Struktur- und Organisationsanalyse des Ministeriums und der verbundenen öffentlichen Dienste der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit Verbesserungsvorschlägen zur Kenntnis.

Die Regierung beauftragt den Generalsekretär mit der Ausarbeitung eines Planes zur Umsetzung der in diesem Bericht enthaltenen Handlungsempfehlungen.

Der Ministerpräsident, Minister für Lokale Behörden und Finanzen ist mit der Durchführung des vorliegenden Beschlusses beauftragt.

2. Erläuterungen:

Im Februar 2021 erhielt die Firma PwC den Zuschlag für den Dienstleistungsauftrag über eine Struktur- und Organisationsanalyse des Ministeriums und der verbundenen öffentlichen Dienste der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit Verbesserungsvorschlägen.

Die Arbeiten an dieser Analyse erstreckten sich über den Zeitraum März bis September 2021. Nach der Erstellung des Projektplans, des Informationskonzeptes und eines Interviewleitfadens erfolgte die Analyse des Ist-Zustandes anhand der bereitgestellten Unterlagen und von Interviews. Im Anschluss daran wurden auf der Grundlage von thematischen Workshops Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Ein vorläufiger Abschlussbericht wurde mit dem Direktionsrat und den Fachbereichsleitern, den Leitern der betroffenen Einrichtungen öffentlichen Interesses und der Regierung diskutiert, bevor Ende September 2021 der definitive Abschlussbericht übermittelt wurde.

Die Analyse bezog sich auf:

  • das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft und die Schnittstellen zu seinen Partnern: Dienste mit getrennter Geschäftsführung, Einrichtungen öffentlichen Interesses und die Ministerkabinette;
  • die Untersuchung des Gesamtsystems des Betriebes DG mit besonderem Fokus auf das Arbeitsamt und die Dienststelle für selbstbestimmtes Leben

Ausgeschlossen vom Untersuchungsperimeter waren die Einrichtungen des Unterrichts­wesens und der BRF.

Insgesamt wurden 7 Informationsveranstaltungen, 77 strukturierte Interviews und 10 Workshopsdurchgeführt. Interviewpartner waren

  • die Regierungsmitglieder,
  • die Mitglieder des Direktionsrates, die Fachbereichsleiter sowie verschiedene Mitarbeiter des Ministeriums.
  • die Leiter und Fachbereichsleiter der Dienste mit getrennter Geschäftsführung;
  • die geschäftsführenden Direktoren, die Fachbereichsleiter sowie je drei Verwaltungsratsmitglieder des Arbeitsamtes und der Dienststelle;
  • die geschäftsführenden Direktoren der Autonomen Hochschule, des IAWM und von Kaleido

Die Workshops betrafen die folgenden Themen

  • Struktur, Governance, Zuständigkeiten
  • IT-Projekte, Digitalisierung und Zusammenarbeit zwischen IT und anderen Fachbereichen sowie ADG und DSL
  • Zusammenarbeit bei fachbereichsübergreifenden Projekten im Ministerium
  • Mitarbeiter-Workshop zum Austausch von Best Practices
  • Kommunikation, Führung und Organisationskultur
  • ADG und DSL -Zusammenarbeitspotentiale mit den Querschnittsfachbereichen
  • DSL -Aspekte der operativen Schnittstellen, Zusammenarbeit und Kommunikation mit den FB des MDG
  • ADG -Aspekte der operativen Schnittstellen, Zusammenarbeit und Kommunikation mit den FB des MDG

Der Abschlussbericht umfasst insgesamt 51 Handlungsempfehlungen zu den Bereichen Struktur, Führung und Kommunikation, Arbeitgeberattraktivität und Arbeitsorganisation, Digitalisierung und IT sowie Einrichtungen öffentlichen Interesses. Diese Handlungsempfehlungen müssen priorisiert, konkretisiert und in einen Umsetzungsplan gegossen werden.

Es wird vorgeschlagen, den Abschlussbericht zur Kenntnis zu nehmen und den Generalsekretär mit der Erstellung des Umsetzungsplans zu beauftragen.

3. Finanzielle Auswirkungen:

Es entstehen keine Kosten für die Deutschsprachige Gemeinschaft.

4. Gutachten:

Es sind keine Gutachten erforderlich.

5. Rechtsgrundlage:

Gesetz vom 31. Dezember 1983 über institutionelle Reformen für die Deutschsprachige Gemeinschaft